Änderung der Richtlinie für die Wartelistenführung und...

Änderung der Richtlinie für die Wartelistenführung und Organvermittlung zur Lungentransplantation

05.01.2017

Die Vorbereitung, Begleitung und Nachsorge von TransplantationspatientInnen liegt in den Zentren in Deutschland häufig mit in einer fachlichen Verantwortung von entsprechend ausgebildeten Psychologischen PsychotherapeutInnen bzw. TransplantationpsychologInnen als Mitglied der jeweiligen Behandlungsteams.


Es ist somit i.S. einer qualitativ an den internationalen Standards orientierten Patientenversorgung abzulehnen, dass diese FachkollegInnen in einer entsprechenden Richtlinie nicht erscheinen bzw. aktiv ausgeschlossen werden. Vielmehr müssen sie explizit als Berufsgruppe benannt werden.

In dem Entwurf zur Richtlinie für Lungentransplantation steht auf Seite 17 z. B. (511-514)  „Aufgrund der  Häufigkeit von psychiatrischen Begleiterkrankungen….“

Gerade dieser Umstand (und der neben einer psychiatrischen Komorbidität, noch häufiger zu findenden komplexen psychosozialen Belastungs- und Risikofaktoren, die nachgewiesener Maßen unmittelbaren Einfluss auf den individuellen Behandlungserfolg oder dessen evtl. kostenintensives Scheitern haben) bedarf zwingend die feste Integration der Berufsgruppe der Psychologischen PsychotherapeutInnen /TransplantationspsychologInnen in den gesamten Behandlungsverlauf und in allen behandlungsrelevanten Entscheidungsgremien.

Eine Unterscheidung hinsichtlich der Relevanz dieser Berufsgruppe anhand der zu transplantierenden Organe (Leber, Lunge, Herz, Knochenmark u.a) ist fachlich haltlos.

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