Hürden weiter erhöht. Bundesregierung ignoriert Probleme in der Versorgung psychisch kranker Geflüchteter - Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktioin "Die Linke" im Bundestag

08.08.2019

Die Bundesregierung sieht keinerlei Verbesserungsbedarf bei der psychischen Versorgung Geflüchteter. Die entsprechenden Fragen und Hinweise in der Kleinen Anfrage der Linken wurden mit dem Hinweis auf die Zuständigkeit der Länder abgetan. Damit setzt sich fort, was die DGVT bereits seit dem Jahr 2014 wiederholt in zahlreichen Stellungnahmen, Presseinformationen und Anschreiben an politisch Verantwortlich kritisiert hat: Statt niedrigschwellige bundeseinheitliche Angebote zu schaffen, die sich an der Psychotherapie-Richtlinie orientieren, und diese verlässlich zu finanzieren, werden Verantwortlichkeiten hin und her geschoben.

[mehr]

Die rote Laterne endlich abgeben - DGVT fordert mehr Initiative gegen Tabakkonsum

07.08.2019

Die DGVT begrüßt, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Verbot von Tabakwerbung ausgesprochen hat, das in der Unionsfraktion im Bundestag hochumstritten ist. Sie räumte ein, dass dieses Thema in ihrer eigenen Fraktion sehr konträr diskutiert werde. In der vergangenen Wahlperiode war ein Anlauf für ein Außenwerbeverbot am Widerspruch der Union gescheitert. Die DGVT schließt sich der Forderung der Kanzlerin an, dass die Bundesregierung den bereits in der vorletzten Legislaturperiode verabschiedeten Gesetzentwurf für ein Verbot der Tabakaußenwerbung endlich in den Bundestag einbringt. Wie bereits in einer Stellungnahme der DGVT vom Februar 2017 dokumentiert, ist Deutschland das einzige Mitgliedsland neben Bulgarien der Europäischen Union, in dem immer noch Plakat- und Kinowerbung für Tabakprodukte zugelassen wird.

[mehr]

Prekäre Situation in den Kliniken muss verbessert werden

29.07.2019

DGVT ruft zur Beteiligung an Ver.di-Versorgungsbarometer Krankenhauspsychiatrie auf. Die Gewerkschaft Ver.di bereitet derzeit einen bundesweiten Aktionstag zur Situation der Krankenhauspsychiatrie am 10. September 2019 vor. Hintergrund sind die Pläne des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), im September neue Richtlinien zur Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV) zu veröffentlichen. Um auf die tatsächliche Lage aufmerksam zu machen, ruft die Gewerkschaft noch bis zum 16. August zur Teilnahme an einer Umfrage auf, deren Ergebnisse beim Aktionstag am 10. September in Form eines Versorgungsbarometers vorgestellt werden sollen.

[mehr]

Mindeststandards im Digitalen Versorgungs-Gesetz nicht ausreichend

19.07.2019

Die DGVT sieht durchaus Chancen in der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Der Maßstab muss dabei aber allein ein zusätzlicher Nutzen für die Patient*innen sein.

[mehr]

Opfer brauchen langfristige Sicherheit und flächendeckende Angebote - DGVT begrüßt Fortführung des Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich

04.07.2019

Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2020 ist eine Fortführung und Aufstockung der Finanzierung des „Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich“ vorgesehen, aus dem Hilfen für Betroffene sexualisierter Gewalt finanziert werden können. Laut einer Information des Bundesfamilienministeriums sind bislang rund 11.500 Anträge eingegangen, die verfügbaren Mittel sollen von 28,4 Mio. Euro im Jahr 2019 auf 45,4 Mio. Euro aufgestockt werden.

[mehr]

DGVT-BV fordert Minister Spahn um Klarstellung: Elektronische Patientenakte (ePA) und der Datenschutz

01.07.2019

Mit einem Schreiben an Minister Spahn hat der DGVT-Berufsverband auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 21. Mai 2019 (Datenschutz wird „nachgeliefert“ - Elektronische Patientenakte soll zunächst mit eingeschränkten Patientenrechten kommen) reagiert, in dem dargelegt wird, dass Versicherte bei der Einführung der ePA im Jahr 2021 zunächst nicht die Möglichkeit hätten auszuwählen, welche persönlichen Informationen eine Ärzt*in, Psychotherapeut*in oder Apotheker*in einsehen darf und welche nicht. Seit Veröffentlichung des Artikels erreichten uns zahlreiche Anfragen von Patient*innen und Behandler*innen, die sich über die Verfügbarkeit sensibler personenbezogener Daten, das Psychotherapeut*innengeheimnis und das unabdingbare Vertrauensverhältnis gerade zwischen Psychotherapeut*in und Patient*in große Sorgen machen.

[mehr]