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Bericht der Landesgruppe Baden-Württemberg ('Rosa Beilage' zur VPP 2/2005)

Von: Renate Hannak-Zeltner

Die DGVT-Landesgruppe hat für das 2. Halbjahr 2005 zwei regionale Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen geplant.


Im ersten Projekt geht es um den Zusammenhang von Suchterkrankung, Arbeitslosigkeit und Therapieerfolg. Gleichzeitig werden therapeutische Maßnahmen erprobt und evaluiert, die die therapeutische Wirksamkeit einer Behandlung angesichts eines schwierigen sozialen Umfeldes erhöhen. Gedacht ist diese Veranstaltung für interessierte niedergelassene Kollegen und Kolleginnen, aber auch besonders für die MitarbeiterInnen aus der Suchtberatung und der Suchtrehabilitation.

Titel und Referent dieser Fortbildung:

Arbeitslosigkeit und Suchttherapie: Ergebnisse des ARA-Forschungsprojekts und therapeutische Schlussfolgerungen für die Praxis der medizinischen Rehabilitation Alkoholabhängiger

Dipl.-Psych. Dr. phil. Uwe Zemlin, Fachklinik Wilhelmsheim, Oppenweiler

Datum: 8.7.2005, 18:30-20:00 Uhr, Ort: Stuttgart, Haus der Diakonie (Evangelische Gesellschaft), Büchsenstr.34/36 Raum 07.

Bei der zweiten Veranstaltung wird es um die Schaffung neuer Wege der Zusammenarbeit in der Suchthilfe gehen. Aufgrund neuer Vorgaben des Landes Baden-Württemberg müssen die Kooperationen der einzelnen Einrichtungen verbindlich geregelt sein. Durch die neu geschaffenen Grundlagen soll die Behandlung von Abhängigkeitskranken erfolgreicher werden bei Kostenkontrolle durch Vermeidung von Doppelbehandlung. Während in manchen Regionen erste Schritte zur Absprache untereinander unternommen werden, liegt andernorts bereits eine vollständige vertragliche Ausgestaltung vor. Wir konnten aus dem Bereich Süd-Württemberg einen Referenten gewinnen, der an der Planung und Vertragsgestaltung maßgeblich beteiligt war und bereits über erste Erfahrungen mit der Neugestaltung berichten kann.

Titel und Referent dieser Fortbildung:

Suchtkrankenversorgung im Rahmen regionaler suchttherapeutischer Verbünde
Dipl.-Psych. Michael Mueller-Mohnssen, Zentrum für Psychiatrie Wei�?enau

Datum: 19.9.2005, 18:30-20:00 Uhr, Ort: Stuttgart, Haus der Diakonie (Evangelische Gesellschaft), Büchsenstr.34/36, Raum 163.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Fortbildungen sind bei der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg zur Anerkennung eingereicht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, kann jedoch formlos per E-Mail erfolgen (dann wäre bei kurzfristiger Änderung eine Benachrichtigung möglich).

Im Anschluss an beide Veranstaltungen bieten wir für Interessierte die Möglichkeit zum berufspolitischen Austausch. Einige der Kandidaten und Kandidatinnen der DGVT für die anstehende Kammerwahl werden ebenfalls anwesend sein und können die wichtigsten Programmpunkte skizzieren. Dieses kollegiale Treffen kann auch separat besucht werden (ab ca. 20:00 Uhr).

Ein Tipp für eine weitere Möglichkeit, sich kostengünstig umfassend und auf aktuellem internationalem Niveau fortzubilden: Falls Sie Interesse an Informationen im Grenzbereich zur Psychotherapie, z.B. Psychiatrie, Neurologie oder Kinderheilkunde haben, können Sie sich bei Medscape (https://profreg.medscape.com/px/registration.do ) anmelden. Hier erhalten Sie regelmäßig Abstracts zu medizinischen Themen im Allgemeinen und gelegentlich auch zur Psychosomatik und zur Psychotherapie im Speziellen. Alle Beiträge können in voller Länge aufgerufen werden. Beeindruckend ist die empirische Fundierung der Beiträge. Die Zeitschrift ist kostenfrei und wird per E-Mail verschickt. Die Sprache ist Englisch. In der letzten Ausgabe (28.4.2005) fanden sich z.B. Artikel zur Psychotherapie bipolarer Störungen (im Vergleich: kognitive Therapie, Familientherapie, Sozialtherapie, Musiktherapie und Gruppentherapie), zur Prävention und Früherkennung schizophrener Erkrankungen, ebenso Artikel zur Bedeutung von familiärer Bindung und körperlicher Betätigung auf körperliche wie psychische Gesundheit und schließlich kann man sich über Schlafstörungen umfassend informieren.


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