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Bericht der Landesgruppe Berlin ('Rosa Beilage' zur VPP 1/2001)

Von: Alfred Luttermann, Monika Basqué

Am 23. Januar 2001 haben insgesamt 10 DGVT-Mitglieder am Regionaltreffen in Berlin im DGVT-Ausbildungszentrum am Bonhoeferufer 2 teilgenommen.


Folgende Tagesordnung wurde vereinbart:

Top 1. Bericht zum Stand der Kammerwahlvorbereitung
Top 2. Ergebnisse der KV-Vertreterversammlungswahl
Top 3. Informationen zum Stand im Zulassungs- u. Berufungsausschuss der KV-Berlin
Top 4. Austausch zum Thema: Novellierung des PsychThG
Top 5. Mitarbeit im Gesundheitsparlament
Top 6. Situation der Berliner Ausbildungsinstitute der DGVT

Zu 1.

Die Wahlordnung zur Kammerwahl, die voraussichtlich im Juni 2001 stattfinden wird, ist bislang von der Senatsverwaltung nicht beanstandet worden. Auch die wiederholten Proteste der Vertreter der psychoanalytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten haben hieran nichts geändert. Die Verbänder der BAGPT (Berliner Arbeitsgemeinschaft Psychotherapie) sehen darin den nur mühsam verdeckten Versuch, einen Alleinvertretungsanspruch der KJP (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) durch die Analytischen KJP zu reklamieren. Die Tatsache, daß die verhaltens-, gestalt- u. spieltherapeutische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ebenfalls als approbierte Kollegen Mitglieder der Kammer werden, wird von den psychoanalytischen KJP-Vertretern nicht berücksichtigt.

Am 15. Januar 2001 einigten sich die Vertreter der BAGPT-Verbände nach intensiver Diskussion auf die ersten acht Plätze der gemeinsamen Wahlliste. Auf diesen Listenplätzen kandidieren Interessenten für den Vorstand und das Präsidium (5- 8 Mitglieder). Für die DGVT-Berlin wurde Monika Basqué in geheimer Wahl auf den 4. Platz gewählt, ebenfalls in geheimer Abstimmung plazierte sich Bernd Fliegener auf Platz 7. Die weiteren Listenplätze werden im Verlauf des Februar gemeinsam festgelegt.

Zu 2.

Die gemeinsame BAGPT-Liste "Bündnis für psychische Gesundheit" kann nur einen Vertreter der insgesamt sieben Vertreter der Psychologischen Psychotherapeuten (PPT) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) in die KV-Vertreterversammlung entsenden. Michael Grunert (VPP-Berlin) erhielt die meisten Stimmen, auf Platz 2 folgt Klaus Sturhahn (BDP), gefolgt von Alfred Luttermann (DGVT) auf Platz 3. Leider fehlten nur wenige Stimmen und es wäre immerhin ein zweiter Vertreter dieser Liste gewählt worden.

Das nur mäßige Wahlergebnis der gemeinsamen Liste erklärt sich u.a. durch die Tatsache, daß viele Mitglieder der BAGPT-Verbände den Status der "Ermächtigten" in der KV haben, sich nicht als eigener Wahlkörper organisiert haben (maximal eine Stimme in der KV-Vertreterversammlung) und somit nicht wahlberechtigt waren.

In den nächsten Wochen werden die relativ gut miteinander kooperierenden Vertreter der PPT/KJP und/oder der ärztlichen Psychotherapeuten versuchen, gemeinsame Kandidaten für die Besetzung der verschiedenen KV-Ausschüsse zu nominieren.

Zu 3.

Der Zulassungsausschuss der KV-Berlin ist zur Zeit mit den Ermächtigungen der Institutsambulanzen von weiteren neun Ausbildungsstätten beschäftigt, unter den vier bereits ermächtigten Instituten befindet sich auch das DGVT-Ausbildungszentrum Berlin.

Gegen den Widerstand der PPT- und KJP-Vertreter im Zulassungsausschuss werden den Ausbildungsinstituten weder Abrechnungsmöglichkeiten für die testdiagnostischen Untersuchungen, noch Abrechnungsziffern für Gruppentherapieausbildungen und die psychosomatische Grundversorgung genehmigt.

Eine restriktive Auslegung des Psychotherapeutengesetzes durch den Zulassungsausschuss verhindert zusätzlich die Anerkennung vieler qualifizierter Supervisoren.

Zu 4.

Die Forderungen zur Novellierung des PsychThG (vgl. VPP 1/2001, S.157 ff.) wurden kurz besprochen und von den Teilnehmern des Regionaltreffens für notwendig befunden.

Zu 5.

ine Teilnehmerin des Treffens erklärt sich bereit, Kontakt zu den Ansprechpartnern des Gesundheitsparlament aufzunehmen und beim nächsten Regionaltreffen über Neuigkeiten zu berichten.

Zu 6.

Das DGVT-Ausbildungszentrum Berlin bietet zur Zeit drei laufende Lehrgänge für die verhaltenstherapeutische Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und einen Lehrgang für die verhaltenstherapeutische Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an. Als zusätzliches Angebot wird ein Ergänzungsqualifikation für ermächtigte KollegInnen und ein Ergänzungsqualifikation zur Abrechnungsgenehmigung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie angeboten.

Ein weiterer regulärer Ausbildungsgang für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie im Sommer 2001 ist derzeit in Vorbereitung.


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