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Bericht der Landesgruppe Berlin ('Rosa Beilage' zur VPP 4/2001)

Von: Christian Remmert und Monika Basqué

Die erste Sitzung der Berliner Psychotherapeutenkammer und die Wahl des Vorstandes


Am 6. September fand in Berlin die erste Sitzung der Kammer statt, auf der auch der Vorstand gewählt wurde. Die Sitzung selbst, zu der der Errichtungsausschuss eingeladen hatte und bei der er als quasi letzte Amtshandlung die Wahl durchführen wollte, begann in sehr gespannter Atmosphäre. Die bei der Kammerwahl unterlegenen Listen, insbesondere die "Analytiker" mit Herrn Krenz und die Kassentherapeuten mit Herrn Gerbis auf den ersten Listenplätzen wollten sich nicht damit abfinden, dass der Vorstand nur aus Listenvertretern des Berliner Bündnisses und des Koalitionspartners (Liste Kontext) gebildet werden sollte. Entsprechend äusserte sich auch der Vertreter der Liste der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, der aufgrund der im Kammergesetz festgelegten Zusammensetzung des Vorstandes einen Platz im Vorstand sicher hatte. Auch vorbereite Materialien, Reden und ein Antrag auf Verschiebung der Wahl - dieser wurde mit der knappen Mehrheit des Bündnisses abgelehnt - konnten die Vertreter des Bündnisses und der Liste Kontext nicht umstimmen.

Dann kam es zur Wahl: Frau Borgmann wurde mit deutlicher Mehrheit zur ersten Präsidentin der Berliner Psychotherapeutenkammer gewählt, teilweise auch mit den Stimmen der "Opposition", die nochmals die Bildung eines gemeinsamen Vorstandes vorschlug. Bei der Wahl des Stellvertreters der Präsidentin, Heinrich Bertram, wurde die hauchdünne Mehrheit des Bündnisses deutlich. Lediglich mit einer Stimme Vorsprung wurde er gewählt. Ebenfalls mit einer Stimme Vorsprung setzte sich Manfred Thielen durch. Monika Basqué dagegen wurde deutlicher bestätigt mit drei Stimmen Vorsprung. Frau Henkel-Gessat und Herr Schmude (vom Koalitionspartner Kontext) konnten sich auch in drei Wahlgängen nicht durchsetzen, bei 1 Enthaltung trat bei beiden Stimmengleichheit auf (23:23), so dass das Los entschied - für sie! So setzten sich dann doch alle Kandidaten des Bündnisses auf den Plätzen für Psychologische PsychotherapeutInnen durch. Den siebten Vorstandssitz erhielt Herr Stö�?lein von der Liste der Kinder- und Jugendlichentherapeuten.

Zwischen den Wahlgängen - die Veranstaltung dauerte bis 24 Uhr - konnte am Buffet ein Glas Sekt genommen werden, mit dem man - je nach Standpunkt - auf den Wahlsieg anstoßen oder sich über Niederlagen hinweg trösten konnte. Die Stimmung blieb leider bis zum Schluss angespannt. Die neue Kammer und ihr Vorstand wird sich als erstes Ziel setzen, ein Klima herzustellen, in dem dennoch eine gute Zusammenarbeit möglich ist.


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