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Berlin tut sich schwer

Von: Klaus Bickel

bei der Einsetzung eines "Ausschusses für angestellte und beamtete Psychotherapeuten". Ein entsprechender Antrag wurde auf der letzten Delegiertenversammlung der Kammer mit dem Votum auf "Nichtbefassung" abgelehnt. Angeblich war der Antrag nicht sorgfältig genug vorbereitet.


Hintergrund dürfte aber sein, dass einige maßgebliche Kollegen des Ausschusses "Öffentliche Versorgung" auch die Angestelltenfragen und -probleme selbst behandeln wollen und keine "Konkurrenz" dulden und vielleicht gar schon an die Kammerwahlen im nächsten Jahr denken (um sich wieder als alleinige Repräsentanten einer Liste "Angestellte", die bei der letzten Wahl 2 Sitze ergatterte, darstellen zu können).

Dabei bestreitet und bestritt niemand die Wichtigkeit des Ausschusses "Öffentliche Versorgung" in Zeiten der Sparstreichorgien. So hat er sich u.a. mit den von Abschaffung bedrohten KJHG-Psychotherapien beschäftigt und eine Kammerveranstaltung zu diesem Thema unterstützt. Außerdem hat er den letzten Berliner Rundbrief mit dem Hauptthema "Psychotherapie in Institutionen" wesentlich mitgestaltet. Immerhin kam in diesem auch die Initiativgruppe für den Angestelltenausschuss (in dem auch DGVTler mitarbeiten) - allerdings eher am Rande unter der Rubrik "Leserbriefe" - zu Wort und konnten das Anliegen und die Notwendigkeit für einen neuen Ausschuss anreissen.

So sind die angestellten Kollegen, die die Behandlung der Probleme der abhängig beschäftigten Psychotherapeuten in einem Kammerausschuss aufgehoben wissen wollten, erst mal frustriert und eine Kollegin hat bereits ihren Rücktritt als Delegierte verkündet.

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Ob die Kollegen zur nächsten Delegiertenversammlung nochmal einen Antrag stellen, evtl. noch genauer abgestimmt mit dem Vorstand und anderen Gremien oder ihre Arbeitskraft auf andere, sinnvollere Weise einsetzen.

Was wohl die angestellten und beamteten Psychotherapeuten im Berliner Raum zu dem Ganzen meinen? Kommentare, Hinweise, Folgerungen, Forderungen etc. an berlin(at)dgvt(dot)de .


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