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Bericht der Landesgruppe Sachsen (VPP 2/2004)

Von: Karen Teichmann und Daniel Surall

Als Landesgruppe der DGVT richten wir in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie des Universitätsklinikums Leipzig derzeit die Veranstaltungsreihe "Psychotherapie in der Psychiatrie" aus.


Bis Juli 2004 wird es jeden Monat einen Vortrag und/oder Workshop namhafter Referenten zu unterschiedlichen Störungsbildern geben. Die Resonanz auf die Veranstaltung hat uns überrascht. Die Anmeldungen für die Workshops waren so unerwartet zahlreich, dass auch engagierte Mitglieder Absagen für die Weiterbildungsveranstaltungen erhielten. Wir haben uns intensiv dafür eingesetzt, dass sich eine DGVT-Mitgliedschaft auch an dieser Stelle lohnt und bitten um Verständnis, wenn leider die eine oder andere Veranstaltung nicht besucht werden konnte.

Unser Wunsch ist es, durch die Weiterbildungsveranstaltungen die Landesgruppenarbeit zu beleben. Daher haben wir im Zusammenhang mit der Veranstaltung von Prof. Hahlweg im Oktober 2003 ein Mitgliedertreffen durchgeführt und festgestellt, dass Weiterbildung und Mitgliedertreffen eine gelungene Ergänzung sind. Für uns wäre es auch in diesem Zusammenhang wichtig, welche Vorstellungen und Ideen zur Landesarbeit bei den Mitgliedern bestehen und wir bitten um Rückmeldung (E-Mail: sachsen@dgvt.de). Für Juli 2004 planen wir ein Mitgliedertreffen im Anschluss an die Veranstaltung von Prof. Sachse. Er wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe Psychotherapie in der Psychiatrie einen Workshop und einen Vortrag zum Thema Persönlichkeitsstörungen halten. Alle KollegInnen laden wir bereits jetzt ein, zu dem kostenfreien und nicht anmeldepflichtigen Vortrag am Abend zu kommen. Das Treffen der Landesgruppe wird dann voraussichtlich im Anschluss an die Abendveranstaltung stattfinden. Nähere Informationen werden noch rechtzeitig über die DGVT-Homepage bekannt gegeben.

Vorschlagen möchten wir, dass sich Kollegen, die sich am Rande von Tagungen oder Fortbildungen wie z.B. dem aktuell veranstalteten Gesundheitskongress an der Universität Leipzig, mit anderen Mitgliedern der DGVT berufspolitisch austauschen möchten, sich bei den Landessprechern melden. Wir könnten dann entsprechende Treffen organisieren und damit den kollegialen Austausch fördern. Dies könnte z.B. auch im Zusammenhang mit der Fortbildungsreihe an der Universität Leipzig stattfinden; ebenso im Sommer anlässlich der Verhaltenstherapiewoche in Dresden.

Treffen fanden mittlerweile auch im Zusammenhang mit dem neu gegründeten Qualitätszirkel "Ambulante und stationäre Verhaltenstherapie" statt. Hier sind ambulant tätige KollegInnen ebenso willkommen wie stationär arbeitende VerhaltenstherapeutInnen. Dieser Qualitätszirkel ist auch KV-anerkannt, d.h. unter dem Gesichtspunkt der uns alle treffenden Fortbildungspflicht ab Sommer diesen Jahres eine gute Gelegenheit, Fortbildungsnachweise zu sammeln. Schön wäre es natürlich, wenn sich Qualitätszirkel auch an anderen Standorten gründen würden. Für Chemnitz gibt es bereits einige Anfragen von interessierten Kollegen. Gerne stehen wir für die Gründung neuer Qualitätszirkel mit Rat und Tat zur Seite.

2. Stand der Kammergründung in Sachsen

Durch den Entschluss, eine länderübergreifende ostdeutsche Psychotherapeutenkammer zu gründen, hat sich der Zeitpunkt der Kammergründung für Sachsen hinausgeschoben. Voraussetzung sind Gesetzesänderungen, die aufgrund der unterschiedlichen Parlamentssituationen in den beteiligten ostdeutschen Bundesländern erheblichen Abstimmungsbedarf ausgelöst haben und deshalb zeitaufwändig sind. Vorsichtig geschätzt könnte sich die Kammer Ende 2005 konstituieren, vielleicht auch erst 2006. An dieser Stelle sei daran erinnert, dass alle KollegInnen, die im Besitz der Approbation sind, verpflichtend Mitglied sein werden und einen entsprechenden Beitrag entrichten müssen. Sitz der zu gründenden Kammer wird Leipzig sein.

Wie findet zur Zeit die Arbeit in den Errichtungsausschüssen statt? Durch den Beschluss der ostdeutschen Länder im vorigen Jahr, eine gemeinsame ostdeutsche Psychotherapeutenkammer zu gründen (OPK), veränderten sich die Aufgaben der Errichtungsausschussmitglieder. Aus Kostengründen wurde die Anzahl auf 25 Personen für alle 5 Länder reduziert. Dieser Personenkreis arbeitet zur Zeit als Errichtungsgruppe und bereitet weitere Schritte zur Kammergründung vor. So wurden Entwürfe für Geschäftsordnung, Satzung und die Wahlordnung bereits fertig gestellt. Diese werden von dem noch zu berufenen Errichtungsausschuss der OPK, dem dann nur noch 10 Personen angehören werden, bestätigt und umgesetzt. Für Sachsen gehören diesem Errichtungsausschuss der OPK Frau Mrazek (DGVT und Vereinigung) und Frau Hoffmann (BDP) an. Rechtzeitig vor der Kammerwahl werden alle zukünftigen Kammermitglieder genau über die Wahlmodalitäten informiert werden.

Insgesamt zeichnet sich schon jetzt ab, dass der Zusammenschluss aller Ostländer von Vorteil ist: einerseits profitiert jedes Land von den Erfahrungen der anderen, andererseits ist der finanzielle Vorteil nicht unwichtig, für einige Länder halbiert sich der zu erwartende Kammerbeitrag vermutlich. Insbesondere in Bezug auf die Durchsetzung psychotherapeutischer Interessen auf Bundesebene wird die länderübergreifende Kammer erhebliches Gewicht haben. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen besteht ohnehin keine Alternative zur Kammergründung, wir haben lediglich Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung der Kammer, die unbedingt im Sinne ihrer Mitglieder genutzt werden sollte. Hierfür setzt sich die Landesgruppe der DGVT ein und wird auch mit eigenen Kandidaten zur Wahl der Kammerversammlung der ostdeutschen Psychotherapeutenkammer antreten.

3. DGVT von der Landesärztekammer als Fachgesellschaft anerkannt

Im letzten Jahr haben wir beantragt, dass die Landesgruppe der DGVT als Sächsische Medizinische Fachgesellschaft von der Sächsischen Landesärztekammer anerkannt wird. Am Anfang des Jahres wurden wir tatsächlich in die Liste der Fachgesellschaften aufgenommen. Neben dem ideellen Wert hat dies den Vorteil, dass alle Fortbildungsveranstaltungen der DGVT nun Punkte von der Ärztekammer erhalten und im Sächsischen Ärzteblatt veröffentlicht werden. Auch Ärzte können sich den Besuch der Veranstaltungen anrechnen lassen.


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