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Bericht der Landesgruppe Sachsen ('Rosa Beilage' zur VPP 4/2006)

Von: Daniel Surall

Am 17.11.2006 fand in Dresden mit ca. 130 Teilnehmern der 7. Sächsische Psychotherapeutentag statt. Die sächsischen Psychotherapeutentage haben bereits eine längere Tradition und sind ein Forum des berufspolitischen und fachlichen Austausches der verschiedenen Psychotherapeutenverbände, wozu auch ärztliche Verbände zählen.


Die jährlich stattfindenden Psychotherapeutentage werden jeweils von unterschiedlichen Verbänden ausgerichtet. In diesem Jahr haben wir als sächsische Landesgruppe der DGVT diese Aufgabe übernommen.

Da die Kammerwahl zur Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer unmittelbar bevor steht, hatten wir Jürgen Hommel gebeten, etwas zum Stand der Gründung der Kammer in den fünf ostdeutschen Bundesländern zu berichten. Als zuständiger Referent im Sächsischen Staatsministerium für Soziales hat Hommel die gesamte Entwicklung hin zu einer gemeinsamen Ost-Kammer verfolgt und mitgestaltet. In seinem Grußwort beschrieb er noch einmal die Entwicklungen sowie die Rahmenbedingungen, die bis zum heutigen Stand geführt haben. Es folgte ein Ausblick auf die bevorstehenden Wahlen, wobei er die mit der Kammergründung verbundene Chance der berufsständischen Selbstverwaltung hervorhob.

Nach dem Grußwort wurden zwei Fachvorträge gehalten. Im ersten Vortrag referierte Dr. Christian Stiglmayr zum Thema Emotionsregulation bei der Borderlinestörung. Zunächst stellte er empirische Ergebnisse vor und leitete später zu Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der dialektisch-behavioralen Therapie über. Das zweite Referat, das von PD Dr. Johannes Michalak gehalten wurde, beschäftigte sich mit dem Prinzip der Achtsamkeit in der Psychotherapie. Nach einer kurzen erfahrungsbezogenen Einführung wurden unterschiedliche achtsamkeitsbasierte psychotherapeutische Ansätze vorgestellt. Es folgten empirische Ergebnisse zur Wirksamkeit, insbesondere hinsichtlich der Rückfallprophylaxe bei affektiven Störungen.

Die Pause zwischen den beiden Vorträgen gab die Möglichkeit zum fachlichen und berufspolitischen Austausch, die rege genutzt wurde. Nach dem Ende der Vorträge und einer abschließenden fachlichen Diskussion mit den Referenten wurden noch einmal berufspolitische Themen diskutiert. Die dabei aufgegriffenen Themen bezogen sich unter anderem auf die bevorstehende Kammergründung sowie auf aktuelle gesundheitspolitische Themen. Am Ende wurde eine gemeinsame Stellungnahme zur aktuellen Gesundheitspolitik vorgestellt, die von den Teilnehmern des Sächsischen Psychotherapeutentages einstimmig verabschiedet wurde. Der Text der Stellungnahme wird in Kürze auf der Homepage der DGVT (www.dgvt.de) veröffentlicht.


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