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Bericht der Landesgruppe ('Rosa Beilage' zur VPP 1/2003)

Von: Jörg Niemann

Bismarck hat einmal gesagt, dass, wenn die Welt unterginge, er nach Mecklenburg ziehen würde, weil sie dort erst 100 Jahre später ihr Ende finden würde.


Diese besondere Langsamkeit findet sich in der aktuellen Lage wieder. In vielerlei Hinsicht steht die hiesige Entwicklung der Psychotherapie am unteren Ende der Skala der vergleichbaren Lage der anderen Bundesländer.

Es konnte noch immer kein Errichtungsausschuss, geschweige denn eine Psychotherapeuten­kammer gegründet werden. Die dafür erforderliche Novellierung des Heilberufegesetz durch das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern ist bis heute nicht erfolgt und wohl auch noch nicht wirklich in Sicht.

Insgesamt scheint die ambulante Psychotherapie in unserem Land ein Schattendasein zu führen. Die Honorierung steht hier im Bundesvergleich an unterer Stelle, gleichzeitig übersteigt der Bedarf bei weitem die Anzahl niedergelassener PsychotherapeutInnen. In meiner Region Vorpommern erweist sich eine schnelle Vermittlung von Patienten in ambulante, psychotherapeutische Behandlung als Wunschtraum. Die Wartezeiten liegen, je nach Therapeut und Lokalisation, in etwa zwischen drei bis zehn Monaten.

Um die Mitglieder der DGVT Mecklenburg-Vorpommern über die weitere Entwicklung auf dem laufenden zu halten, planen wir für den Sommer ein Mitgliedertreffen Mecklenburg-Vorpommern - hierzu detaillierte Infos zu einem späteren Zeitpunkt.


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