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Bericht der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen I ('Rosa Beilage' zur VPP 1/2003)

Von: Jürgen Kuhlmann, Veronika Mähler-Dienstuhl

Im Rückblick der letzten Monate löst sich allmählich die Fixierung auf die Kammerpolitik als zentraler Tätigkeitsbereich der Landesgruppe.


Bedingt durch das Wahlergebnis stehen verstärkt die allgemeinen gesundheitspolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den psychosozialen Bereich zur Debatte. In der letzten Ausgabe der Rosa Beilage hatten wir über die Kürzung der öffentlichen Mittel im Bereich der Beratungsstellen berichtet, die nach massiven Protesten nun zum Teil zurückgenommen wurden. Wolfgang Schreck berichtet Genaueres im folgenden Beitrag.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Arbeit in der Fachgruppe Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, die sich u. a. intensiv mit den spezifischen Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Ethikkodex und den ethischen Leitlinien der DGVT auseinandersetzt. Über den Entwurf des Ethikbeirates wird dann bei der Mitgliederversammlung im Rahmen der Workshoptagung in Tübingen weiter diskutiert werden.

Bereits in der dritten Januar-Woche fand in Siegburg ein Gespräch zwischen den Spitzenverbänden der Krankenkassen und den Vertretern der Psychotherapie-Verbände im Hinblick auf den neuen EBM statt (siehe Bericht in dieser Beilage auf S. 39 f. von J. Kuhlmann). Vom Ergebnis her signalisierten die Kassenvertreter Interesse und Änderungsbereitschaft, wobei abzuwarten bleibt, wie sich dies in neuen Zahlen niederschlägt.

Eine vergleichbar bemerkenswerte Veränderung bei den "alten" Strukturen des Verbändedenkens vollzieht sich im Augenblick in der Arbeit der Psychotherapeutenkammer NRW. Die Vertreter der DGVT in der Kammer begrüßen und fördern die wachsende Konzentration auf die Klärung inhaltlicher Fragestellungen, das vorsichtige Zusammenwachsen der beiden in der Kammer vertretenen Berufsgruppen, das sich durch erhebliche Bewegung von eingefahrenen Verbandsstrukturen und die Lösung von alten Feindbildern kennzeichnet.

Schlussfolgernd aus den oben beschriebenen Entwicklungen möchten wir nochmals auf die Möglichkeit hinweisen, sich aktiv gestaltend in die gesundheitspolitische Entwicklung einzubringen. Der nächste aktuelle Anlass könnte das Treffen der Regionalgruppe NRW sein, das am 14. Juni 2003 in Castrop-Rauxel stattfinden wird (siehe Hinweis unter Termine der DGVT-Landesgruppen).


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