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Bericht der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen ('Rosa Beilage' zur VPP 1/2005)

Von: Veronika Mähler-Dienstuhl, Johannes Broil, Jürgen Kuhlmann

Die Landesgruppe NRW der DGVT hat das neue Jahr, in dem die nunmehr zweite Wahl zur Psychotherapeutenkammer ansteht, direkt mit intensiver Vorbereitungsarbeit begonnen. Am 9.1.2005 fand eine Klausurtagung der Delegierten der DGVT in der aktuellen Kammerversammlung statt, auf der die politischen Ziele und Strategien abgestimmt wurden.


Klar wurde dabei, dass wir uns noch mehr auf die Themen konzentrieren werden, die wir aus bewährter DGVT-Tradition heraus besetzen. Die DGVT hat sich immer für die institutionseingebundene Organisation von Psychotherapie eingesetzt. Wir haben dafür plädiert, bei der Organisation von Psychotherapie nicht die gleichen Fehler zu begehen, wie dies die Medizin getan hat. Wir hatten uns eingesetzt für den Erhalt von Ambulatorien, für Teamarbeit, für Psychotherapie in Institutionen.

Mittlerweile werden solche Organisationsformen für den gesamten Gesundheitsbereich gefördert, weil darin Potentiale zur Qualitätsverbesserung und auch zu Einsparungen gesehen werden. Das GMG hat auch für die Niedergelassenen neue Organisationsformen ermöglicht, genannt seien die Stichworte Integrierte Versorgung und MVZ. Wir sehen darin eine Bestätigung alter DGVT-Positionen, an die es anzuknüpfen gilt. Deshalb wollen wir unsere berufspolitische Arbeit in NRW in der nächsten Zeit auf den institutionellen Bereich konzentrieren.

In der nun ausklingenden Wahlperiode der Kammerversammlung haben wir bereits diesen Schwerpunkt besetzt. Weitere Schwerpunkte waren u. a.: die Sicherung demokratischer Strukturen innerhalb der Kammer, Überwindung alter Gräben, die Sicherung der Belange der Angestellten, Gleichbehandlung von KJP und PP, Professionalisierung der Kammerstrukturen bei gleichzeitig sparsamem Umgang mit den Kammerbeiträgen. Wir haben mit der Allianz den Kammervorstand gestellt. Hans-Peter Hansen hat für die DGVT-Gruppe als Beisitzer im Vorstand seine Erfahrungen in die Satzungserstellung eingebracht und die Vernetzung zur Arbeit in der KV ermöglicht. Weiterhin haben wir politische Schwerpunkte in die Arbeit der Ausschüsse eingebracht: Jürgen Kuhlmann (Finanzausschuss), Wolfgang Schreck (Finanzausschuss, Satzungsausschuss), Veronika Mähler-Dienstuhl (Berufsordungsausschuss). Mit Johannes Broil stellen wir den Ausschussvorsitzenden im Ausschuss Psychotherapie in Institutionen und mit Michael Borg-Laufs den Vorsitzenden im KJP-Ausschuss.

Durch unsere Arbeit haben wir die Kammerpolitik (insbesondere auch die inzwischen verabschiedeten Kammerordnungen) entscheidend hinsichtlich der Belange von Angestellten, KJP und der Sicherung institutioneller Versorgungsformen mitgeprägt.

Unsere Politik möchten wir auch in der in diesem Jahr zu wählenden Kammerversammlung fortsetzen. Dabei stehen wir für Kontinuität. Der derzeitige Kammervorstand hat eine erfolgreiche Aufbauarbeit gemacht, die sich sehen lassen kann. Wir haben mit Kräften unseren Anteil daran geleistet und stellen uns auch weiterhin zur Unterstützung dieser Arbeit zur Verfügung.

Wir führen derzeit Gespräche mit allen Verbänden, um auszuloten, wo wir Unterstützung für unsere politischen Ziele finden. Wir werden versuchen, auch für die anstehende Wahl Kooperationsabsprachen zu Stande zu bringen.

Gerne beteiligen wir weitere DGVT-Mitglieder aus NRW an unserer Arbeit und suchen auch noch weitere KandidatInnen. Interessierte Mitglieder können sich gerne mit den LandessprecherInnen in Verbindung setzen (nordrhein-westfalen(at)dgvt(dot)de).


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