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Postkartenaktion der DGVT-Landessprecherinnen für eine gemeinsame Psychotherapeutenkammer Nord'

Von: Johannes Broil

Kammerwahlen:

DGVT tritt zusammen mit den Krankenhauspsychotherapeuten mit eigener Liste an!

Die Landesgruppe NRW der DGVT hat in den letzten Wochen etliche Verhandlungen geführt. Nachdem sich durch das Zusammengehen von DPTV und Vereinigung die Allianz, in der wir bisher für die Kammer kandidiert hatten, überlebt hatte, sind wir auf QDM und VPP/BDP zugegangen, um mit diesen die Möglichkeit einer gemeinsamen Liste zu eruieren. Wie bei den Vorbereitungen zur KV-Wahl ist es uns auch diesmal nicht gelungen, eine große oppositionelle Liste gegen einen Durchmarsch der Berufsverbände der Niedergelassenen aufzustellen. Auch dieses Mal waren die politischen Positionen nah beieinander, die personellen Vorstellungen und Planungen für die neue Kammerversammlung jedoch zu weit auseinander. Wir hatten immer deutlich gemacht, dass wir, die wir den jetzigen Kammervorstand mittragen, nicht gegen die bisherige Vorstandsarbeit antreten, sondern mit unseren Schwerpunkten die Arbeit der Kammer an den Interessen der Mitglieder orientieren, dies aufbauend auf der bisherigen Vorstandsarbeit.

Die Gespräche führten aber zumindest dazu, dass wir uns mit QDM in Ostwestfalen auf ein Zusammengehen in Absprache mit der Ostwestfalenliste für Niedergelassene einigen konnten.

Die Krankenhauspsychotherapeuten konnten wir für eine gemeinsame Liste in allen Regierungsbezirken gewinnen. Dies entspricht unserer Planung, uns in den nächsten Jahren hauptsächlich den Angestelltenfragen zu widmen. Wir haben bisher zwar auch dieses Thema besetzt, waren in den entsprechenden Ausschüssen aktiv und haben in der Kammerversammlung die Belange der Angestellten vertreten, halten es aber für erforderlich, dass in der nächsten Wahlperiode dieses Thema vorrangig anzugehen ist.

Deshalb kandidieren wir mit der Liste AS Angestellte und Selbständige kooperieren

Wir werden in der nächsten Kammerversammlung das AS für die Angestellten spielen, dies aber in Kooperation mit den Niedergelassenen. Es geht uns nicht um eine Angestelltenpolitik gegen die Niederlassung, so wie wir sie umgekehrt in der letzten Zeit öfter erleben. Wir möchten vielmehr die Niedergelassenen einladen, mit uns die psychotherapeutische Versorgungsstruktur zu verbessern im institutionellen und freiberuflichen Bereich. Dabei machen wir keinen Hehl daraus, dass wir Verbesserungspotential in der Praxis durch neue Versorgungsmodelle und Zusammenschlüsse sehen. Das Motto der Liste soll ausdrücken: Wir spielen das AS aus für die Angestellten in Kooperation mit Selbständigen. Mit dem spielerischen Moment möchten wir bei aller Ernsthaftigkeit der Arbeit in der Kammer neue Impulse geben. Wir haben mit unserer Strategie, mit allen Seiten im Gespräch zu sein, ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht und möchten diese Arbeit ideenreich und mit spielerischer Leichtigkeit fortsetzen. Die Angestelltenthemen haben sich komplex und vielgestaltig erwiesen. Oft lassen sie sich nicht mit Kammerordnungen angehen. Die Kammer muss initiativ werden, nach außen treten und sich bei den Entscheidungsträgern einbringen. Dazu braucht es im zukünftigen Vorstand Bereitschaft, sich über die engen Kammeraufgaben hinaus im politischen Raum einzubringen. Um dies zu sichern, setzen wir uns für eine repräsentative Vertretung von Angestellten im neuen Vorstand ein.

Wahlaufruf: Liste "AS Angestellte und Selbständige kooperieren"wählen

Bei unseren Kontakten mit Kollegen mussten wir gerade im Angestelltenbereich ein breites Desinteresse an der Kammer feststellen. Da sich die Arbeit der Kammer bisher nur wenig auf die berufliche Situation von Angestellten ausgewirkt hat, wird die Meinung vertreten, die Kammer sei sowieso nur etwas für Niedergelassene und für Angestellte nur deshalb von Belang, weil man sich die Option zur Niederlassung offen halte. Aus dieser Fehleinschätzung resultiert ein Desinteresse an der Wahl. Wir rufen alle DGVT-Mitglieder auf, dafür zu werben, das Wahlrecht in Anspruch zu nehmen. Durch die Wahl unsere Liste wird der politische Wille ausgedrückt, Angestellteninteressen in der Kammer umzusetzen.

Die Liste AS tritt auch im KJP-Bereich an

In allen Regierungsbezirken, in denen wir mit einer PP-Liste zur Wahl antreten, ist es uns gelungen, auch eine KJP-Liste aufzustellen. Im KJP-Bereich hätten wir gerne unsere gute Zusammenarbeit mit dem BKJ in einer gemeinsamen Liste fortgesetzt. Wir sehen jedoch die Sicherung des Berufsstandes KJP in den Kammergremien durch die bisherigen Regelungen besser gesichert als allein über eine eigene KJP-Fraktion. Wir sind es den nachfolgenden KJP, die wir in unseren DGVT-Ausbildungszentren ausbilden, schuldig, eine adäquate Vertretung von verhaltenstherapeutisch ausgebildeten KJP in der Kammer zu sichern. Es hat sich letztendlich gezeigt, dass dies nur über eine eigene Liste möglich wird.

Briefwahl in der Zeit vom 1.6. bis 4.7.05

Die Wahlunterlagen werden am 1.6.05 verschickt. Am besten wählt man sofort, denn am 4.7.05 um 18 Uhr ist alles vorbei. Es kandidieren jeweils auf den ersten beiden Plätzen in den Wahlbezirken:

 

Arnsberg  PPWolfgang Dube
  Wolfgang Heiler
Arnsberg KJPVeronika Mähler-Dienstuhl
  Sigrid Dani
Münster  PPWolfgang Schreck
  Corinna Hempel
Münster  KJPDr. Holger Wyrwa
  Dr. Claudia Ruff
Düsseldorf PP Wolfgang Schneider
  Manfred Messmer
Düsseldorf  KJPProf. Dr. Michael Borg-Laufs
  Ilse Ditmar
KölnPP Johannes Broil
  Werner Lemisz
Köln KJP Christine Berger
  Jürgen Bellingrath

 Und in OWL auf einer gemeinsamen Liste mit den Krankenhauspsychotherapeuten und QDM und in Absprache mit der Liste Psychotherapeuten OWL auf der Liste

 

Angestellte OWL Winfried Schmidt
Gisa Maulbetsch-Kredding
Detlef Vetter

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