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Bericht vom DGVT-Treffen in Rheinland-Pfalz

Von: Hans-Peter Michels

Am Freitag, den 2. Juni 2000, fand in Mainz das erste Treffen rheinland-pfälzischer DGVT-Mitglieder statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt war der "Entwurf eines Zweiten Landesgesetzes zur Änderung des Heilberufsgesetzes".


Das Gesetz wird u.a. deshalb novelliert, um die Errichtung einer Landespsychotherapeutenkammer auf den Weg zu bringen. Alle im Lande approbierten Psychologischen PsychotherapeutInnen sowie Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen werden (Zwangs-)mitglieder dieser Kammer sein, unabhängig davon, ob sie freiberuflich oder im Angestellten-/Beamtenverhältnis arbeiten.

Die Allianz psychotherapeutischer Berufs- und Fachverbände Rheinland-Pfalz (Berufsverband der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen (BKJ), Deutsche Gesellschaft für psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF), Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (dgvt), Deutscher Psychotherapeutenverband (DPTV), Fachgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG), Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP)) hat eine gemeinsame Stellungnahme an das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit abgegeben.

Als kritische Punkte des Referentenentwurfs wurden gesehen:

- Die Frage, in welchen Institutionen heilkundliche Psychotherapie durchgeführt werden kann/darf (verdeutlicht wurde, dass neben der freien Niederlassung und Krankenhäusern auch Beratungs-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen als klassische Tätigkeitsfelder unserer Heilberufe zu berücksichtigen sind).

- Regelungen zur Weiterbildung der psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (zukünftige Weiterbildungen in Verbindung mit der Vergabe von Bezeichnungen neben der Berufsbezeichnung sollten vorab keinen starren gesetzlichen Kanon erhalten, sondern hier böte sich eine "Erprobungsklausel" an - analog zum Heilberufsgesetz in NRW).

Weitere Diskussionspunkte waren:

  • Rolle des Saarlandes bzgl. einer gemeinsamen Psychotherapeutenkammer mit Rheinland-Pfalz
  • Arbeitskreise der DGVT als Supervisionszirkel nutzen bzw. zur Qualitätsicherung von Psychotherapie
  • KV-Wahlen in Rheinland-Pfalz

Das nächste Treffen für DGVT-Mitglieder in Rheinland-Pfalz soll im Oktober 2000 in Trier stattfinden.


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