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Rheinland-Pfalz: Bericht vom Mitglieder-Treffen in Trier

Von: Hans-Peter Michels

Am Freitag, den 24. November 2000, fand in Trier das zweite Treffen rheinland-pfälzischer DGVT-Mitglieder statt. Leider waren nur wenige Mitglieder gekommen.


Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Anhörung zum "Referentenentwurf eines Zweiten Landesgesetzes zur Änderung des Heilberufsgesetzes (HBG)". Die Allianz psychotherapeutischer Berufs- und Fachverbände Rheinland-Pfalz hat im Vorfeld zur Anhörung des HBG, die am 11. Januar 2001 erfolgen soll, nochmals eine Stellungnahme zu § 20 HBG abgegeben. Es wurde folgender Formulierungsvorschlag gemacht:

§ 20 Absatz 2 Satz 4 ff
Die Ausübung psychotherapeutischer Tätigkeit erfolgt in stationären oder ambulanten Einrichtungen der medizinischen oder psychotherapeutischen kurativen, rehabilitativen oder präventiven Versorgung. Sie kann sowohl in eigener Niederlassung wie auch in einem Beschäftigungsverhältnis erfolgen. Die gemeinsame Führung einer Praxis ist nur zulässig, wenn jeder Beteiligte die Berechtigung zur Ausübung der psychotherapeutischen Tätigkeit besitzt.

Bisher im Entwurf: § 20 Absatz 2 Satz 1-3
"Die Ausübung des Berufs des Arztes, Zahnarztes, Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten außerhalb von Krankenhäusern und von Privatkrankenanstalten nach § 30 der Gewerbeordnung in der Fassung von 22. Februar 1999 (BGBI. I S. 202) in der jeweils geltenden Fassung ist an die Niederlassung in eigener Praxis gebunden, soweit nicht gesetzliche Bestimmungen etwas anderes zulassen oder eine weisungsgebundene Tätigkeit in der Praxis niedergelassener Ärzte, Zahnärzte, Psychologischer Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ausgeübt wird. Ausgenommen sind Tätigkeiten von Ärzten, Zahnärzten, Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bei Trägern, die nicht gewerbs- oder berufsmäßig medizinische Leistungen erbringen. Die gemeinsame Führung einer Praxis ist nur zulässig, wenn jeder Beteiligte die Berechtigung zur Ausübung des Berufs des Arztes, Zahnarztes, Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten besitzt.

Mit dem ergänzenden vierten Satz möchte man erreichen, daß das Tätigkeitsspektrum von Psychologischen PsychotherapeutInnen sowie Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen nicht auf den kurativen Bereich eingeschränkt werden kann.

Weiterer Diskussionspunkt des regionalen Treffens war das Verhältnis DGVT zur Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP), hier sollen ein kooperativer Austausch und eine enge Zusammenarbeit angestrebt werden.


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