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Bericht der Landesgruppe Rheinland-Pfalz ('Rosa Beilage' zur VPP 4/2006)

Von: Andrea Benecke

Die letzte Vertreterversammlung dieser Amtsperiode fand am 4. November 2006 statt. Die Sitzung war geprägt von Berichten über die letzten fünf Jahre, aber auch von den Herausforderungen, die durch die geplante Gesundheitsreform auf alle im Gesundheitssystem Arbeitenden zukommen werden.


Im Bericht des Vorstandes zeigte sich eine große Zufriedenheit mit dem, was man in den letzten Jahren erreicht hatte. Die Verabschiedung der Weiterbildungsordnung und der Fortbildungsordnung sowie die Einrichtung des notfallpsychologischen Bereitschaftsdienstes während der Fußball-WM waren einige dieser Punkte. Zweifelsohne hat die Kammer viele grundlegende und notwendige Angelegenheiten für die niedergelassenen PsychotherapeutInnen geregelt. Manche Themen werden die nächste Vertreterversammlung beschäftigen, wie z.B. die defizitäre psychotherapeutische und psychosoziale Versorgungssituation für Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz. Positiv ist anzumerken, dass sich die Kammer um Zusammenarbeit mit Nachbarkammern in verschiedenen Bereichen bemüht, was eine Synergie von Kräften und Mitteln zur Folge haben sollte. Dies sind wichtige Schritte hin zur Beitragsstabilisierung. Möglicherweise ergeben sich an dieser Stelle ja sogar Einsparpotentiale, die zur Beitragssenkung, an der alle Mitglieder ein großes Interesse haben, genutzt werden können.
Im Bericht des Kammervorstands fiel auf, dass sich in Bereichen, welche vor allem die Angestellten betreffen, nicht so viel getan hat. Zwar wird im Bericht darauf hingewiesen, dass die Angestellten in RLP wohl auch zum Angestelltentag nach Hessen eingeladen werden/wurden (Termin: 2. Dezember 2006); dies kann die KollegInnen aber sicher nicht zufrieden stellen. Weiter wurde berichtet, dass die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz (DRV-RLP, früher LVA) darauf hinwirken will, dass zunehmend PP’s statt Diplom-PsychologInnen in den Reha-Kliniken angestellt werden und sich dies in den Stellenplänen niederschlagen soll.
Insgesamt kann man festhalten, dass in der ersten Sitzungsperiode tatsächlich viele Themen in Angriff genommen wurden und dass in einigen Bereichen viel Arbeit investiert wurde (Weiterbildungsordnung, Fortbildungsnachweise). Man sollte sich aber zu diesem Zeitpunkt fragen, an welchen Punkten man vielleicht zuviel erreichen wollte (man darf sich immer noch fragen, wieso Angestellte ihre Fortbildungen gegenüber der Kammer nachweisen müssen) und an welchen Stellen noch zuwenig getan wurde. Dies betrifft ganz sicher in erster Linie die Anliegen der Angestellten, die sich immer noch Unterstützung darin wünschen, mit ÄrztInnen gleichgestellt zu werden. Aber dafür und für einiges mehr gibt es ja die nächsten fünf Jahre …

Die Wahl zur Kammerversammlung steht an!

Auf das Anschreiben an unsere Mitglieder mit der Aufforderung, sich an der Wahl im Januar als KandidatIn zur Verfügung zu stellen, war die Resonanz leider begrenzt. Trotzdem haben wir es mit vereinten Kräften geschafft, eine eigene Liste aufzustellen, der nicht nur DGVT-Mitglieder angehören, sondern die offen ist für alle, die sich mit der DGVT-Politik einverstanden erklären und sie unterstützen. Wir haben uns inzwischen mehrmals getroffen und das Wahlprogramm fertig gestellt. Auch an dieser Stelle möchte ich um Ihre Unterstützung für die Liste "TIMO" bitten. TIMO steht für die Schlagworte Transparenz, Innovation, Mitgliederorientierung, und Ökonomie. Näheres können Sie dem Flyer entnehmen, der Ihnen zusammen mit der Wahlwerbung der anderen Listen zentral über die Psychotherapeutenkammer zugeschickt wird. Dann gilt es nur noch, sich im Januar an der Wahl zu beteiligen. Denn wer nicht mitwählt, verzichtet auf seine Meinung!


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