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Bericht der Landesgruppe Hessen (Rosa Beilage zur VPP 4/2004)

Von: Wilfried Schaeben & Anke Teschner

(1) Landesgruppe aktiv in KVH und KBV (1.1) Wahlen zur Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH): Das Bündnis unabhängige Psychotherapeuten aus Vertretern von Vereinigung, DGVT und DVT wird mit einem Sitz in die neue Vertreterversammlung der KVH einziehen. Wir gratulieren Manfred Burkart und seinem Stellvertreter Dr. Friedhelm Jung zu ihrer Wiederwahl.


 Wahlergebnis KVH 2004:

 
 
Listen
Stimmen
 
Sitze
WI
LM
Ffm
MR
KA
GI
DA
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5
 
Integrative Liste
323
31,06%
2
38
11
133
23
49
33
36
3
 
Psychodynamische Liste
258
24,80%
1
12
4
117
14
44
50
17
2
 
Kleeblatt
233
22,40%
1
31
3
78
30
22
31
38
1
 
Bündnis Unabhängige
Psychotherapeuten
166
15,96%
1
11
5
88
12
8
11
31
4
 
Verhaltenstherapie
Hessen
60
5,77%
0
7
1
20
3
16
8
5
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1040
 
5
99
24
336
82
139
132
127
 
 
 
68,40%
 
 
74%
71%
69%
66%
70%
70%
61%

 Die Absprachen innerhalb unseres Wahlbündnisses sehen u.a. vor, dass W. Schaeben die Liste 1 im Beratenden Fachausschuss Psychotherapie der KVH vertreten soll, eine Funktion also, die er bereits bei der KBV auf Bundesebene ausfüllt.   (1.2)  KBV  und  Beratender Fachausschuss Psychotherapie: Die jüngsten Auseinandersetzungen um die Beschlüsse des Bewertungsausschusses zur Nachvergütung und zur Neufassung des EBM haben erneut deutlich gemacht, wie schwierig es u.a. für den Beratenden Fachausschuss Psychotherapie ist, über den KBV-Vorstand Datenmaterial in die Verhandlungen mit den Krankenkassen einzubringen, das einerseits von beiden Seiten als bindend angesehen wird und andererseits unsere Versorgungswirklichkeit realistisch abbildet. Sondererhebung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) Das ZI führt derzeit im Stichprobenverfahren (10 % aller Kassenpsychotherapeuten) eine Sondererhebung zur Kostenstrukturanalyse 2003 mit dem Ziel durch, die Risiko-, Finanz- und Arbeitsbelastung von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten erfassen und die Praxiskosten für das Jahr 2003 gem. § 85 Abs. 3 SGB V bestimmen zu können. Die Daten werden Auswirkungen auf den Kostenansatz für psychotherapeutische Praxen haben.  Aufgrund der großen Bedeutung, die dem Datenmaterial des ZI bei künftigen honorarpolitischen Entscheidungen z.B. zum Mindestpunktwert für genehmigungspflichtige psychotherapeutische Leistungen oder zur Überprüfung der Leistungsbewertungen im neuen EBM 2000plus zukommen wird, haben wir einen Informations- und Erläuterungstext erstellt, der die sachgerechte Beantwortung des ZI Praxiskosten-Fragebogens sicherstellen soll. Wir empfehlen dringend allen, die als Mitglieder der Erhebungsstichprobe in den letzten Wochen von der KVH einen entsprechenden Fragebogen zugesandt bekamen, diesen Informationstext bei uns anzufordern. Für die Bearbeitung des Fragebogens besteht kein Grund zur Eile, da alle Antworten bis zum Frühjahr 2005 in die Auswertung des ZI eingehen werden. (2) Landesgruppe aktiv in der Psychotherapeutenkammer Hessen und in der Bundespsychotherapeutenkammer (2.1)  Hessischer Psychotherapeutentag Am 24. u. 25.9. fand in Gießen der 2. Hessische Psychotherapeutentag statt. Besondere Resonanz fanden und verdienten aus unserer subjektiven Sicht die Vorträge der Referenten Prof. Dr. H. Keupp (München), Prof. Dr. F. Caspar (Freiburg), Prof. Dr. M. Buchholz (Göttingen), Prof. Dr. G. Schiepek (Aachen) und Dr. R. Stark (Gießen). Da wir mit W. Schaeben direkt an der Vorbereitung und Organisation beteiligt waren, enthalten wir uns an dieser Stelle einer ersten bilanzierenden Wertung. Alle Beiträge werden von der Kammer ins Internet gestellt, ein Tagungsband ist für Anfang 2005 geplant. (2.2)  Kammervorstand:  Kooperation und Konsensbemühen vor dem Aus?  Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe (4.10.04) wurden die vier Vorstandsmitglieder von DGVT, Vereinigung und VHVP konfrontiert mit der Entscheidung des Präsidenten J. Hardt (DGPT), dass er sich mit den Vorstandsmitgliedern von VAKJP und Kleeblattfraktion im Vorfeld der Sitzung darauf verständigt habe, künftig die Kernpositionen des eigenen Kammerverständnisses mit seiner 6:4-Mehrheit durchsetzen zu wollen und hierzu entsprechende Vorabsprachen getroffen habe. Damit wäre die bisherige Geschäftsgrundlage unserer Vorstandsarbeit, die auf Dialog und Konsensbemühen ausgerichtet war, aufgehoben und das Hessische Modell gescheitert. Wir werden nun umgehend klären müssen, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen wir unsere Vorstandsarbeit fortsetzen und gegenüber den Mitgliedern verantworten können. (2.3)  BundespsychotherapeutenkammerZentrales Thema des 4. Deutschen Psychotherapeutentages am 9.10.04 in Stuttgart wird die Konzeption einer Musterweiterbildungsordnung sein, die im Frühjahr 2005 auf dem 5. DPT verabschiedet werden soll. Hierzu liegen Eckpunkte vor, wonach in folgenden Kompetenzbereichen" Weiterbildungsabschlüsse angeboten und über Zusatzbezeichnungen sozialrechtlich relevant werden sollen: Klinische Neuropsychologie, Kinder- u. Jugendpsychotherapie für PP, psychotherapeutische Zweit- u. Drittverfahren sowie eventuell Rehabilitationspsychologie. (3)  Landesgruppe Hessen intern und DGVT-Bundesebene (3.1)  Mitgliederbefragung der LGH: Fort- und Weiterbildungsinteressen unserer Mitglieder (A) In folgenden Bereichen sehen unsere Mitglieder (a) einen erhöhten Bedarf nach landesspezifisch zertifizierten Fort- und Weiterbildungsangeboten der DGVT und (b) Möglichkeiten, sich am Aufbau der entsprechenden Strukturen und Inhalte zu beteiligen. 1. Qualitätszirkel der DGVT als zertifizierte Intervisionsgruppen 2. Störungsspezifische Einzel-/Gruppenbehandlung (Borderline, Chronischer Schmerz und Essstörung)3. Medikationsentscheidungen in multiprofessionellen Teams (B) In folgenden Bereichen wird ein verstärktes Engagement der DGVT auf Landesebene gewünscht. 1. Mitgliederbetreuung und Netzwerke für niedergelassene KollegInnen2. PP + KJP mit kassenpsychotherapeutischer Niederlassung, KV Hessen3. Qualitätssicherung, Fortbildung, Patientenschutz3. Mitgliederbetreuung und Netzwerke für angestellte KollegInnen4. PP/KJP in der stationären u. teilstationären Versorgung (C) Zahlreiche nordhessische Mitglieder interessieren sich für die Mitarbeit in einer KJP-Fachgruppe. Mit den betreffenden KollegInnen werden wir diesbezüglich Kontakt aufnehmen.  (3.2)  Regionale Fort- u. Weiterbildungsangebote der DGVT in Hessen Im Fort- u. Weiterbildungsprogramm der DGVT für 2005 ist Frankfurt erstmals als neuer Veranstaltungsort vorgesehen.  15.-16.01.05      Praxisorganisation  Niederlassung und Führung einer psychotherapeutischen Praxis04.-06.03.05      Professionelle Zusammenarbeit in Projekten und Arbeitsgruppen23.-24.07.05      Aufmerksamkeitsbasierte Therapie der Depression: Eine neue Strategie zur Rückfallprävention Längerfristig beabsichtigen wir, Seminarreihen, curriculare und prozessorientierte Angebote für Praxen aufzubauen. (3.3)  Dialogforen der DGVT Neben dem in der letzten Ausgabe enthaltenen ausführlichen Bericht vom 3. Dialogforum der DGVT zur Integrierten Versorgung und zu Medizinischen Versorgungszentren (VPP 3/2004, S. 649 ff.) verweisen wir auf das gleichlautende Schwerpunktthema, das für die nächste Ausgabe der VPP (1/2005) vorgesehen ist.


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