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Wahlen zur Psychotherapeutenkammer Saarland - Die DGVT-Kandidaten stellen sich vor


Die DGVT-Kandidaten stellen sich vor11.11.2003

Die Kandidaten der DGVT setzen sich ein:

  • für die Psychologie als Grundlagenwissenschaft in der Psychotherapie
  • für die Stärkung interdisziplinärer und integrativer Ansätze
  • für ein sozialwissenschaftliches Verständnis von Gesundheit und Krankheit
  • für ein vernetztes und gemeindenahes Versorgungsmodell, bei dem sich die Angebote von institutionellen Trägern und freier Praxen ergänzen

Die Gründung der Kammer bietet die Möglichkeit, unsere fach- und berufspolitischen Ziele gemeinsam zu verwirklichen: Angestellte, Niedergelassene, Beamte und Vertreter aus Praxis, Lehre und Forschung sind aufgerufen, zusammen in einem Gremium die berufliche Zukunft mitzubestimmen.

Folgenden Zielen fühlen sich die Kandidaten der DGVT verpflichtet:

  1. Demokratische Strukturen zur Gewährleistung transparenter und unbürokratischer Organisationen
    Wir streben eine starke Stellung der Kammerversammlung an. Während einer Wahlperiode soll ein "konstruktives Misstrauensvotum" möglich sein.
  2. Gleichwertige Wahrnehmung der Interessen niedergelassener, angestellter bzw. beamteter PsychotherapeutInnen
    Jeweils auf die einzelnen Arbeitsbereiche bezogen sind Personalstrukturen, Bedarfsplanung und Vergütung den ärztlichen Standards anzupassen.
  3. Ausbau von Prävention und Rehabilitation, u.a. auch von niederschwelligen Angeboten
    Insbesondere geht es um die gesetzliche Verankerung von Angeboten, die zum einen der Verhinderung von psychischen Erkrankungen und zum anderen der Stabilisierung der Gesundheit nach einer kurativen Maßnahme dienen.
  4. Qualitätssicherung im Rahmen praxisgerechter, wissenschaftlich fundierter und wirtschaftlicher Prinzipien
    Künftige Formen der Qualitätssicherung (Fortbildung, Super- und Intervision) sollen von den betroffenen Berufsgruppen eigenständig entwickelt werden.
  5. Verbraucherschutz und Berücksichtigung von PatientInnen-Interessen
    Geeignete Beteiligungsstrukturen für PatientInnen, Ratsuchende und andere NutzerInnen sind zu schaffen.
  6. Anhörungs- und Mitspracherecht in der Kammer für AusbildungsteilnehmerInnen
    Künftigen Psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen soll eine freiwillige Mitgliedschaft in der Kammer ermöglicht werden, um ihre Interessen einbringen zu können. Wir setzen uns zudem ein für die Erteilung einer vorläufigen Approbation, eine angemessene Vergütung für AusbildungsteilnehmerInnen sowie die Sicherstellung von Praktikumsplätzen.
  7. Enge Anbindung an universitäre und forschungsbezogene Weiterentwicklung
    Sowohl für die Fortentwicklung integrativer Ansätze als auch für die Anerkennung weiterer wissenschaftlicher Therapieformen ist eine enge Verzahnung mit Universität und Forschung unabdingbar.
  8. Einrichtung einer eigenen Ethikkommission
    Die Einhaltung ethischer Prinzipien in den Bereichen Therapie, Forschung und Wissenschaft muss gewährleistet sein und für die Öffentlichkeit überzeugend dargelegt werden.

Wir sind bestrebt, so weit wie möglich mit anderen Fach- und Berufsverbänden in der Kammer kooperativ und konstruktiv (auch kontrovers, wenn nötig) zusammenzuarbeiten.
Wir setzen uns dafür ein, dass mit der Kammer ein wirksames Instrument im Interesse aller Psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapautInnen entsteht.
Dies sind die wesentlichen Positionen, für die sich die Kandidaten der DGVT in der zu wählenden Kammerversammlung einsetzen wollen.

Unsere Kandidaten für die Kammerwahl 2003:

Dr. Burkhard Hoellen

53 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, langjähriger Leiter einer Erziehungs- und Lebensberatungsstelle, seit 2000 in freier Praxis in Merzig tätig. Lehrbeauftragter der Universität Saarbrücken seit 25 Jahren.

Dr. Bernd Keßler

63 Jahre, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Akademischer Direktor an der Fachrichtung Psychologie der Universität des Saarlandes, Zweiter Vorsitzender des Instituts für Fort- und Weiterbildung in klinischer Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin an der Klinik Berus (IVV), Ausbildungen in Verhaltenstherapie und Gesprächspsychotherapie.

Dr. Raimund Metzger

Seit über 25 Jahren angestellt tätig in der Caritasklinik Rastpfuhl Saarbrücken (ambulante Behandlung von sprach-, sprech-, stimm- und hörgestörten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, konsiliarische Betreuung stationärer Patienten im Akutkrankenhaus, Begleitung unheilbar Kranker und Sterbender i.R. der onkologischen Schwerpunktversorgung, stationäre Psychotherapie innerhalb der Psychosomatik, Mitwirkung in der Mitarbeitervertretung). Im Zuge all dessen mit der Entwicklung von Spezialinteressen in Sachen frühkindlicher Autismus, selektiver Mutismus, Legasthenie, Phobien und Tinnitus befasst und auch mit weitergehenden, übergreifenden Interessen an den theoretischen Grundlagen unseres Faches. Interesse an einer konstruktiven Auseinandersetzung innerhalb der Psychotherapeutenschaft in Richtung der Entwicklung einer gemeinsamen professionellen Identität.

Dipl.-Psych. Gerd Schorr

56 Jahre, ein Sohn, Psychologischer Psychotherapeut, 1974 bis 1990 beratend, therapeutisch und planend in der Jugendhilfe im Saarland tätig, anschließend freiberuflich in eigener Praxis, seit 2000 Niederlassung in Püttlingen. Ich setze mich ein für die mittelfristige Zusammenlegung mit der Psychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz.

Nehmen Sie aktiv an der Kammerwahl teil!

Diese Wahl entscheidet über die Ausrichtung der Berufspolitik in den nächsten 5 Jahren und die demokratische Ausgestaltung der Kammer!
Geben Sie Ihre Stimmen den Kandidaten der Liste "Verhaltenstherapie".


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