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Bericht der Landesgruppe Niedersachsen ('Rosa Beilage' zur VPP 3/2005)

Von: Dieter Haberstroh, Christiane Rokahr

Aus der niedersächsischen Psychotherapeutenkammer kann berichtet werden, dass nach der konstituierenden Kammerversammlung der zweiten Wahlperiode am 9.4.2005 die Ausschüsse mit ihrer Arbeit begonnen haben. Die DGVT ist in folgenden Ausschüssen vertreten:


  • Ausschuss Finanz- und Beitragsangelegenheiten (Heinz Liebeck, Katrin Ruß)
  • Ausschuss Satzungs- und Geschäftsordnungsfragen (Christiane Rokahr) und
  • Ausschuss Angestellte und Beamte (Dieter Haberstroh).

Ein zentrales Thema in der zweiten Wahlperiode der PKN zeichnet sich jetzt schon ab. Dies ist die Entwicklung der finanziellen Situation der Kammer. Die DGVT setzt sich dafür ein, dass die Kammerbeiträge für die Mitglieder stabil bleiben. In der Diskussion um mögliche Einsparungspotentiale wird die Landesgruppe wieder verstärkt das Thema eines Nordkammerzusammenschlusses auf die Tagesordnung setzen. Als Beispiel könnte hierbei eventuell der Osten dienen. So laufen die Vorbereitungen zur Gründung einer länderübergreifenden Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer auf Hochtouren.

Nachdem die Landesregierung in Niedersachsen die Bezirksregierungen aufgelöst hat und die Aufgaben der Landesprüfungsämter (LPA), z. B. Erteilung der Approbation, an die Heilberufekammern übergeben will, steht die PKN vor der Frage, ob sie bereit ist, unter anderem den Bereich Approbation der PP/KJP und die Aufsicht über die psychotherapeutischen Ausbildungsinstitute zu übernehmen. Aus Gründen der Logistik und der Kosten wird die Gründung eines Zweckverbandes möglichst mit Beteiligung der PKN, der Ärzte-, Tierärzte- und Zahnärztekammer erwogen. Die Fachaufsicht würde beim Ministerium verbleiben. Wenn so etwas umgesetzt werden soll, ist allerdings streng darauf zu achten, dass für die Erledigung von staatlichen Aufgaben keine Gelder von Kammermitgliedern verwendet werden. Ein gutes Verhandlungsgeschick gegenüber dem Landesregierung ist hierbei angesagt.

Seit Anfang Juli 2005 ist unter den KollegInnen, die in den Landeskrankenhäusern arbeiten, starke Unruhe ausgebrochen, weil die niedersächsische Landesregierung angekündigt hat, alle zehn Landeskrankenhäuser zu privatisieren. Es sollen auch schon potenzielle Käufer ihr Interesse bekundet haben. Die MitarbeiterInnen der Landeskliniken befürchten, dass es zu Stellenabbau und zu Gehaltseinbu�?en kommen könnte. Auch könnte sich die psychotherapeutische Versorgungssituation verschlechtern. Die Entwicklung muss genau beobachtet werden und eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Privatisierung ist zu führen. Hieran wird sich die DGVT-Landesgruppe aktiv beteiligen.

Die Landeskonferenz der Vertragspsychotherapeuten in Niedersachsen, in der die DGVT auch mitwirkt, hat im April neue SprecherInnen gewählt: Stefan Jürgenliemke, M.A. (VAKJP), Dr. med. Jörg K. Merholz, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin (bvvp), Dipl.-Psych. Elke Wöbbe-Mönks, PP (DGPT). Die DGVT-Landesgruppe Niedersachsen dankt auch an dieser Stelle den bisherigen SprecherInnen Herrn Ziesemer-Mühle (VAKJP), Frau Freudenberg (bvvp) und Herrn Engelhardt (Vereinigung) für ihre engagierte Arbeit in der Landeskonferenz. Herr Engelhardt hat bereits seit der Vorbereitung des Zusammenschlusses zwischen Vereinigung und DPTV seine Mitarbeit in der Landeskonferenz eingestellt.

Innerhalb der Landeskonferenz ist die Diskussion über die Perspektiven einer Landeskonferenz der Vertragspsychotherapeuten zu führen. Die niedergelassenen KollegInnen benötigen auf Landesebene eine starke Interessenvertretung - gerade in Zeiten eines massiven Kostendrucks im Gesundheitswesen.


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