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Bericht der Landesgruppe Schleswig-Holstein

Von: Detlef Deutschmann, Bernd Schäfer

Zunächst ein organisatorisch-technisches Problem: In der Vergangenheit gab es immer wieder technische Schwierigkeiten, wenn jemand von Ihnen mit uns per e-mail in Kontakt treten wollte.


Leider führten die diversen Problemlöseversuche noch nicht zum gewünschten Erfolg, so dass wir vorerst jeden, der einen sicheren Weg der Kontaktaufnahme sucht, bitten müssen, zum Telefonhörer zu greifen oder die gute alte Postkutsche auf den Weg zu schicken.

Was gibt's Neues im Lande?

Nach wie vor bilden die Vorbereitungen der Psychotherapeutenkammer in Schleswig-Holstein einen Schwerpunkt der Landesgruppenaktivitäten. Die gesetzliche Grundlage (Änderung des Heilberufegesetzes) wird nach aktueller Auskunft des zuständigen Ministeriums Mitte bis Ende Januar 2002 vom Landtag verabschiedet werden. Danach hat das Ministerium ein halbes Jahr Zeit einen sogenannten Errichtungsausschuss zu benennen, der dann binnen eines Jahres die Grundlagen der zukünftigen Kammer (Satzung, Beitragsordnung ...) erarbeiten wird. Ist dies geschehen, erfolgt die erste Kammerwahl, d.h. alle KollegInnen mit Approbation, die zwangsweise Mitglieder der Kammer sein werden, werden eine Kammerversammlung (18 Personen) wählen, dem Beschluss fassenden Gremium der Kammer. Die Kammerversammlung wählt dann einen Kammervorstand. Bis zu diesen Wahlen hat der Errichtungsausschuss die Stellung einer Kammerversammlung, und der zu bildende Vorstand des Errichtungsausschusses auch die Stellung eines Kammervorstandes. Der Errichtungsausschuss wird aus mindestens 9 und höchstens 15 Personen bestehen.
Wir haben im Gesetzesänderungsverfahren vergeblich versucht, eine angemessene Repräsentanz von angestellten/verbeamteten KollegInnen in den Kammergremien fest zuschreiben. Da dies nicht erreicht werden konnte, versuchen wir seit ein paar Wochen, die KollegInnen, die angestellt oder verbeamtet sind, für die Psychotherapeutenkammer zu interessieren und zu mobilisieren. Zu diesem Zweck haben wir einen Aufruf verfasst, den wir an alle in Frage kommenden Institutionen in Schleswig-Holstein verschickt haben oder noch verschicken werden. Nur wenn diese Mobilisierung in ausreichendem Ausmaß gelingt, kann die zukünftige Kammer auch eine Kammer aller KollegInnen werden. Z.Zt. sieht es leider eher so aus, als würde sie eine Interessenvertretung der niedergelassenen KollegInnen werden, da fast alle Verbände, die wahrscheinlich Mitglieder für den Errichtungsausschuss vorschlagen werden, überwiegend oder ausschließlich niedergelassene KollegInnen vertreten.
Noch besteht die Chance, schon im Errichtungsausschuss dafür zu sorgen, dass er ein repräsentativer Ausschuss für die in Schleswig-Holstein arbeitenden approbierten KollegInnen wird. Allerdings drängt nun langsam die Zeit. Das Ministerium hat für die Ernennung des Errichtungsausschusses zwar ein halbes Jahr Zeit, die meisten der in der Landeskonferenz zusammengeschlossenen Verbände drängen jedoch auf eine rasche Ernennung. Mit Hinweis auf die noch fehlende Mobilisierung der angestellten/verbeamteten KollegInnen hat sich die DGVT beim Ministerium dafür eingesetzt, das halbe Jahr auch auszuschöpfen. Wir möchten deshalb an dieser Stelle noch einmal alle angestellten/verbeamteten KollegInnen, die an einer repräsentativen Kammer interessiert sind, aufrufen aktiv mitzuwirken. Der DGVT ist an einer verbandsübergreifenden Zusammenarbeit angestellter und verbeamteter KollegInnen gelegen. Diese Gruppe wird zwar hohe Mitgliedsbeiträge in der Kammer zahlen, ansonsten aber wenig Nutzen von ihr haben, es sei denn, sie sorgt aktiv dafür, dass sie einen Nutzen von ihr hat. Wir freuen uns über jeden, der sich angesprochen fühlt und sich mit uns in Verbindung setzt.

Was noch?

Der aktive Teil der Landesgruppe traf sich am 11. Dezember zu einer Sitzung in Neumünster. Neben der Besprechung unserer Aktivitäten im Hinblick auf die Kammergründung, beschäftigten wir uns auch mit Überlegungen zu weiteren Schwerpunkten der Landesgruppenarbeit. Leider absorbiert die Beschäftigung mit der Kammergründung einen Großteil unserer personellen Ressourcen, so dass wir uns kaum mit weiteren z.T. brennenden Themen in der Berufs- und/oder Gesundheitspolitik beschäftigen können. Das ist schade, muss und soll aber nicht so bleiben. Wir freuen uns über jeden Anstoß und jede Initiative von Ihnen, die Arbeit der Landesgruppe aktiv mit zu gestalten und damit zu bereichern.
Als gute Gelegenheit hierzu möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf unsere nächste regionale Mitgliederversammlung hinweisen, die für den 16. März 2002 geplant ist. Persönliche Einladungen hierzu werden noch ergehen, für Anregungen zu ihrer Gestaltung sind wir selbstverständlich auch jederzeit offen.


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