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Bericht der Landesgruppe Schleswig-Holstein

Von: Detlef Deutschmann, Bernd Schäfer

Nach wie vor prägen die Vorbereitungen zur Psychotherapeutenkammer des Landes das Bild des Geschehens.


In der ersten Julihälfte werden die ersten Kammerwahlen stattfinden und von der Zusammensetzung der dann ersten gewählten Kammerversammlung wird abhängen, wie die Berufspolitik im Lande in den nächsten fünf Jahren gestaltet wird. Wir haben uns an dieser Stelle wiederholt kritisch mit verschiedenen wichtigen Punkten auseinandergesetzt. Insbesondere sehen wir uns in der Befürchtung bestätigt, dass die Kosten-Nutzen-Bilanz für die meisten Zwangsmitglieder eher negativ ausfallen dürfte. Die individuellen Mitgliedsbeiträge sind enorm hoch und zudem sozial nicht gestaffelt. Wir halten dies so nicht für verantwortbar, und die Gefahr ist groß, dass die Kammer große Teile ihrer Kraft für die Auseinandersetzung mit den eigenen Mitgliedern ver(sch)wenden muss, statt sie in die notwendigen und wichtigen politischen Aktivitäten nach außen investieren zu können. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass nur eine repräsentative Kammerversammlung, die sich des Rückhaltes der eigenen Mitglieder gewiss sein kann, das politische Gewicht haben wird, das sie sinnvollerweise haben sollte. Dies setzt jedoch voraus, dass die Zwangsmitglieder für sich überwiegend positive Kosten-Nutzen-Bilanzen ziehen können. Es ist jedoch zu befürchten, dass die derzeitigen Mitgliedsbeiträge in 2004 noch einmal deutlich nach oben korrigiert werden müssen, wenn diesem Aspekt in der zukünftigen Kammerversammlung nicht deutlich mehr Beachtung geschenkt wird, als dies im Errichtungsausschuss möglich war. Die DGVT-Kandidaten zur Kammerwahl werden sich hier u.a. für eine deutlich abgespeckte Entschädigungsordnung einsetzen und längerfristig versuchen, über den Aufbau länderübergreifender Kooperationsstrukturen Kosten zu senken. Auch ist uns die Transparenz gegenüber den Mitgliedern diesbezüglich sehr wichtig.

Weitere inhaltliche Positionen sollen an dieser Stelle nicht aufgeführt werde. Ein Positionspapier der DGVT in Schleswig-Holstein ist auf unserer Landes-homepage unter www.dgvt.de veröffentlicht. Außerdem werden wir in den nächsten Tagen eine Wahlbröschüre mit unseren Positionen und unseren Kandidaten an alle Wahlberechtigten verschicken. Bleibt nur noch, dass wir Stimmen brauchen, möglichst viele eben. Wir hoffen dabei auf Ihre Unterstützung in Form von Stimmen und vielleicht ein wenig Werbung unter KollegInnen, die nicht Mitglied in der DGVT sind.

Die Diskussion unserer Wahlpositionen nahm auch breiten Raum auf unserer 6. Regionalen Mitgliederversammlung ein, die am 5. April 2003 in der Medizinisch-psychosomatischen Klinik in Bad Bramstedt stattfand. Daneben stand die satzungsgemäße Konstituierung der Landesgruppe im Vordergrund. Bisher waren die Landessprecher Detlef Deutschmann und Bernd Schäfer vom Bundesvorstand benannte Funktionsträger. Auf der Mitgliederversammlung wurden beide nun durch Wahlen für zwei Jahre demokratisch legitimiert. Die Landesgruppe gab sich darüber hinaus auch eine Geschäftsordnung. Schließlich diskutierten die anwesenden Mitglieder über verschiedene Punkte einer zukünftigen Gesundheitsstrukturreform, die in der öffentlichen Debatte stehen. Das erhobene Meinungsbild wird in eine öffentliche Stellungnahme eingehen, die die Bundes-DGVT hierzu abgeben wird.

Insgesamt fiel die Teilnahme an der Mitgliederversammlung jedoch zum wiederholten Male eher bescheiden aus. Dies zeigt uns, dass Mitgliederversammlungen offensichtlich nicht der beste Weg sind, mit den Mitgliedern in Kontakt zu kommen bzw. zu bleiben. Wir Landessprecher wünschen uns diesen Kontakt jedoch möglichst lebendig, und wir müssen uns überlegen, wie er intensiver gestaltet werden kann. Oder besser noch...überlegen Sie einfach mit, und erzählen Sie uns was über das Ergebnis, zu dem Sie gekommen sind. Unsere Adressen und Telefonnummern stehen in dieser VPP, oder mailen Sie uns unter schleswig-holstein(at)dgvt(dot)de.

Soviel an dieser Stelle. Aktuelleres entnehmen Sie bitte der "Rosa Beilage".


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