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Schleswig-Holstein: DGVT und Freie Liste - Zur Kammerwahl 2003


Die KandidatInnen der DGVT und der Freien Liste stehen

  • für ein sozialwissenschaftlich orientiertes Verständnis von Krankheit und Gesundheit.
  • für die Verwirklichung bedarfsgerechter psychotherapeutischer und psychosozialer Versorgungsstrukturen, die an der gegenseitigen Ergänzung von Angeboten institutionellerTräger und freier Praxen orientiert ist.
  • für die Stärkung der berufspolitischen Situation der Psychologischen PsychotherapeutInnen und der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen

Aufbauend auf diesen Grundpositionen treten unsere KandidatInnen für die 1. Wahl zur Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein insbesonderefür folgende Ziele ein:

Unsere Ziele

Niedrige Kammerbeiträge:

Die Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein ist mit ca.1000 Approbierten eine vergleichsweise kleine Kammer, d.h. die anfallenden Kosten müssen von relativ wenigen Mitgliedern getragen werden.

Nur durch die Reduktion der Aufwandsentschädigungen und der Kosten für die Geschäftsstelle einschl. Personalkosten, können Kammerbeiträge gewährleistet werden, die für die Mitglieder in einem angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Daher treten wir ein für:

  • Eine deutliche Reduktion der Aufwandsentschädigungen für die �??ehrenamtlichen Tätigkeiten" der gewählten Funktionäre (zur Zeit werden Pauschalen auf der Basis eines Stundensatzes von 55 EUR "entschädigt"),
  • Aufbau länderübergreifender Kooperationsstrukturen bis hin zu länderübergreifenden Kammern (per Staatsvertrag) zur Kostenreduktion durch Nutzung von Synergieeffekten bei gleichzeitiger Erhöhung des berufpolitischen Gewichtes auf Bundesebene.
  • sozial gerechtere Beiträge durch Einführung von ohne großen Aufwand überprüfbaren Ermäßigungstatbeständen,

Transparenz und demokratische Kammerstrukturen:

Zur Schaffung und Wahrung einer starken Identifikation der Mitglieder mit ihrer neuen Kammer und zur Verhinderung abgehobener, demokratisch wenig kontrollierbarer Funktionärsebenen setzen wir uns ein für:

  • eine angemessene Vertretung aller Interessengruppen der beiden neuen Berufsstände (PP/KJP) in den Kammergremien (insb. Angestellte und Niedergelassene)
  • Maximale Transparenz z.B. durch kammer-öffentliche Sitzungen, Verpflichtung der Mandatsträger zur Offenlegung sämtlicher �?mter und sonstiger Mandate, zeitnahe Information der Mitglieder unter Nutzung moderner Kommunikationsmittel
  • Eine starke Kammerversammlung mit weitreichenden Kontrollmöglichkeiten gegenüber dem Vorstand
  • Starke Ausschüsse, die der Kammerversammlung und nicht dem Vorstand verpflichtet sind

Inhaltlich werden sich die KandidatInnen unseres Wahlbündnisses in der Kammerversammlung weiter für folgende Ziele einsetzen:

Zur Wahrnehmung der Interessen der angestellten und beamteten PsychotherapeutInnen, u.a. für:

  • Die Verwirklichung der Gleichstellung der approbierten KollegInnen mit FachärztInnen
  • Eine angemessene Berücksichtigung in Personalplänen
  • Eine angemessene tarifliche Vergütung
  • Die Sicherung psychotherapeutischer Angebote im Bereich der freien Träger und der Wohlfahrtsverbände

Zur Wahrnehmung der Interessen der niedergelassenen PsychotherapeutInnen, u.a. für:

  • Die Verbesserung der Vergütung durch Eintreten für angemessene Punktwerte
  • Eine Ausweitung des Leistungsspektrums
  • Eine flexible Bedarfsplanung
  • Die Bewilligung von Therapiekontingenten orientiert an Erkenntnissen der Therapieforschung
  • Sonderbedarfsregelungen für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen

Sowie für:

Eine akzeptanzorientierte Qualitätssicherung, d.h.

  • Stärkung von multiprofessionellen Teams in Institutionen
  • praxisnaher und vergüteter Austausch in Supervisions-/Intervisionsgruppen und Qualitätszirkeln
  • Abschaffung des Gutachtersystems sowie
  • bundeseinheitliche Fort- und Weiterbildungsregelungen, die Tätigkeitsfelder für PPs und KiJus nicht eingrenzen

Prävention und Rehabilitation, d.h.

  • Stärkung der Rolle von Psychotherapie in Prävention und Rehabilitation, z.B. durch Verankerung im Leistungskatalog der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, der Rentenversicherungsträger und der Jugend- und Sozialhilfe

Wissenschaftliche Anerkennung von Therapieverfahren/ Förderung einer integrativen Psychotherapie, d.h.

  • Die Integration verschiedener psychotherapeutischer Methoden und der Transfer wissenschaflicher Erkenntnisse in den Versorgungsalltag
  • Änderung der Psychotherapierichtlinien

Interessenvertretung von AusbildungsteilnehmerInnen, d.h.

  • Anhörungs- bzw. Mitspracherecht für künftige Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen
  • Erteilung einer vorläufigen Approbation und eine entsprechende Vergütung für AusbildungsteilnehmerInnen
  • Sicherstellung von Praktikumsplätzen

Beteiligung von PatientInnen/KundInnen - Verbraucherschutz

  • Schaffung geeigneter Beteiligungsstrukturen für PatientInnen, Ratsuchende und andere NutzerInnen psychotherapeutischer Leistungen

Dies sind die wesentlichen Positionen, für die sich die KandidatInnen des Wahlbündnisses aus

dgvt + Freie Liste

die sich auf den folgenden Seiten kurz vorstellen, in der zu wählenden Kammerversammlung einsetzen wollen. 

Unsere KandidatInnen für die Kammerwahl 2003
für die dgvt

Dipl.-Psych. Detlef Deutschmann

(PP, Nr. 53 auf dem Wahlzettel)

 

41 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Psychologischer Psychotherapeut, seit ca. 13 Jahren berufstätig im Angestelltenverhältnis, zunächst 5 Jahre in einer Reha-Klinik in NRW, seit ca. 8 Jahren in der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt auf verschiedenen störungsspezifischen Schwerpunktstationen. Seit Mitte der 80er Jahre DGVT-Mitglied, seit 1999 als Landessprecher der DGVT berufspolitisch in Schleswig-Holstein tätig, in dieser Funktion für die DGVT Mitglied in der Landeskonferenz der Psychotherapieverbände Schleswig-Holstein, Mitglied des Errichtungsausschusses der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein.

Dipl.-Psych. Bernhard Schäfer

(PP, Nr. 1 auf dem Wahlzettel) 

40 Jahre, Psychologischer Psychotherapeut, seit ca. 11 Jahren berufstätig im Angestelltenverhältnis. Arbeitsschwerpunkte waren bisher Drogenberatung und stationäre Drogenentwöhnungsbehandlung, psychologisch/psychotherapeutische Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken sowie mit geistig- und mehrfachbehinderten Menschen. Seit Anfang der 90er Jahre DGVT-Mitglied und seit Anfang2000 als Landessprecher der DGVT in Schleswig-Holstein berufspolitisch aktiv.

Dipl.-Psych. Andrea Radvan

(PP, Nr. 5 auf dem Wahlzettel)

37 Jahre, Psychologische Psychotherapeutin, seit 1989 tätig in verschiedenen Kliniken und Einrichtungen mit den Schwerpunkten Psychosomatik, Onkologie und Behindertenarbeit, Gruppensowie Einzeltherapie, seit 2000 im Rahmen eines integrativen Ansatzes freiberuflich tätig als Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Trainerin, Dozentin und Coach sowohl im klinischen als auch im wirtschaftlichen Umfeld.

Dipl.-Psych. Dr. phil. Dietmar Ohm

(PP, Nr. 16 auf dem Wahlzettel)

51 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Psychologischer Psychotherapeut, seit 1977 in verschiedenen Kliniken und Krankenhäusern als Klinischer Psychologe tätig (u.a. Mühlenberg-Klinik in Malente, St. Elisabeth-Krankenhaus in Eutin), seit 1999 eigene Praxis in Lübeck, abgeschlossene Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie, Hypnotherapie, Entspannungsverfahren, Supervisor (DGVT, BDP). Vorsitzender der Psychologischen Fachgruppe Entspannungsverfahren im BDP, Autor von Fachartikeln und Büchern zu gesundheitspsychologischen Themen und Entspannungsverfahren.

Dipl.-Psych. Peter R. Petereit

(PP, Nr. 11 auf dem Wahlzettel)

Jahrgang 1962, verheiratet, drei Kinder Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor. Arbeitet zur Zeit als leitender Angestellter in Lübeck in der Behindertenhilfe (u.a. hier zuständig für den Psychologisch -Therapeutischen - Dienst). Zuvor angestellt als Psychologe in der Behindertenhilfe und der Psychiatrie. Langjähriges Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (dgvt). Jetzt im erweiterten Vorstand und in der Redaktionskommission der dgvt.

für die Freie Liste:

Dipl.-Psych. Helga Sander

(PP, Nr. 9 auf dem Wahlzettel) 

43 Jahre, Psychologische Psychotherapeutin, verheiratet, examinierte Kinderkrankenschwester, Studium der Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, von 1992 bis 1999 Berufstätigkeit im Angestelltenverhältnis zunächst im Rahmen eines Forschungsprojektes, später in verschiedenen Kliniken. Seit 1996 freiberuflich tätig, seit 1998 niedergelassen in eigener psychotherapeutischer Praxis in Ratzeburg. Seit 1999 Kassenzulassung für Verhaltenstherapie bei Erwachsenen. Abgeschlossene Ausbildungen in Verhaltenstherapie und Klinischer Hypnose (M.E.G.).

Dipl.-Psych. Wolfgang Chrosziewski

(PP, Nr. 26 auf dem Wahlzettel)

53 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Psychologischer Psychotherapeut, seit 24 Jahren berufstätig im Angestelltenverhältnis, LVA Klinikum Holsteinische Schweiz, Bad Malente. Tiefenpsychologisch orientiert, BDP-Mitglied, Ver.di-Mitglied.

Dipl.-Psych. Brigitte Halenta

(PP, Nr. 46 auf dem Wahlzettel) 

66 Jahre, 3 Kinder, Lehrerin, Psychologische Psychotherapeutin; seit 1987 in eigener Praxis tätig, zugelassen für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Abgeschlossene Ausbildung in Psychodrama und in Psychologischer Schmerztherapie, Supervisorin BDP.

Nehmen Sie aktiv an der Kammerwahl teil!

Diese Wahl entscheidet über die Ausrichtung der Berufspolitik in den nächsten 5 Jahren und die demokratische Ausgestaltung der jungen Kammer! Wenn auch Ihnen niedrige Kammerbeiträge und Transparenz besonders am Herzen liegen, Sie Ihre Stimmen unseren KandidatInnen.

Für Ihr Vertrauen danken Ihnen:

  • Dipl.-Psych. Detlef Deutschmann, PP, Nr. 53
  • Dipl.-Psych. Bernhard Schäfer, PP, Nr. 1
  • Dipl.-Psych. Andrea Radvan, PP, Nr. 5
  • Dipl.-Psych. Dr. phil. Dietmar Ohm, PP, Nr. 16
  • Dipl.-Psych. Peter R. Petereit, PP, Nr. 11
  • Dipl.-Psych. Helga Sander, PP, Nr. 9
  • Dipl.-Psych. Wolfgang Chrosziewski, PP, Nr. 26
  • Dipl.-Psych. Brigitte Halenta, PP, Nr. 46

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