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Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten in privaten Krankenanstalten

Von: Rudi Merod

Für die in Privatkliniken angestellten Psychologinnen in Bayern gibt es gute Nachrichten.


 Mit dem zum 1. Juli 2000 in Kraft tretenden neuen "Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten in privaten Krankenanstalten" werden nicht nur sie zum ersten mal explizit benannt, sondern auch mit den Ärzten gleichgestellt, vergleichbares gilt für Sozialarbeiter/Sozialpädagogen. Psychotherapeuten werden - entsprechend der aktuellen politischen Forderungen (vgl. VPP 4/99, S. 653 ff und S. 657ff) - mit Fachärzten gleichgestellt.

Dies zeigt sich in der neuen Eingruppierung und den entsprechenden Erläuterungen (Auszug):

"Entgeltgruppe 11: Fachshochschulabsolventen in herausgehobener Tätigkeit und Universitätsabsolventen

  • Arzt
  • Dipl.-Psychologe
  • Dipl.-Sozialpädagoge/-arbeiter in besonderer Leitungsfunktion
  • Dipl.-Sozialpädagoge/ Dipl.-Sozialarbeiter nach 3-jähriger Betriebszugehörigkeit
  • Pflegedienstleitung

Entgeltgruppe 12: Universitätsabsolventen nach 3-jähriger Betriebszugehörigkeit

  • Arzt nach 3-jähriger Betriebszugehörigkeit
  • Dipl.-Psychologe nach 3-jähriger Betriebszugehörigkeit

Entgeltgruppe13: Universitätsabsolventen mit Zusatzqualifikation

  • Facharzt mit entsprechender Tätigkeit
  • Psychologischer Psychotherapeut

Entgeltgruppe 14: Universitätsabsolventen in Leitungsfunktion

  • Oberarzt (sofern nicht Stellvertreter des ärztlichen Leiters)
  • Funktionsoberarzt
  • Dipl.-Psychologe in besonderer Leitungsfunktion."

Hiermit ist endlich, zumindest in dem Bereich der Privatkliniken, auch in Tarifverträgen die Gleichbehandlung von Ärzten und Psychologen sowie von Fachärzten und Psychologischen Psychotherapeuten durchgesetzt. Dies darf jedoch nicht auf Bayern beschränkt bleiben und muß auch in den Verhandlungen im öffentlichen Dienst usw. seinen Niederschlag finden.


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