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Tagungsbericht: 20. Jahrestagung des Forums Friedenspsychologie

Vom 15.-17. Juni 2007 fand an der Universität Konstanz die 20. Jahrestagung des Forums Friedenspsychologie statt, die diesmal unter dem Motto Konflikt, Kommunikation und Intergruppenbeziehungen stand und mit 88 Teilnehmern aus zehn Nationen ein breites internationales Interesse fand.


Ziel der Tagung, die in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Friedensforschung Konstanz durchgeführt und durch das Auslandsreferat der Universität Konstanz, die Beltz Psychologie Verlags Union, die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT), die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF), die Fachgruppe Sozialpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), das Forum Friedenspsychologie (FFP), die Heinrich-Böll-Stiftung, die Universitätsgesellschaft Konstanz, den Verlag irena regener,  Berlin, und die Walter Jacobsen Gesellschaft gefördert wurde, war eine Bestandsaufnahme aktueller Forschung zur Dynamik inner- und zwischengesellschaftlicher Konflikte unter besonderer Berücksichtigung der Kommunikation innerhalb und zwischen den Gruppen.

Drei Aspekte dieser Thematik, die bereits Gegenstand der eingeladenen Hauptvorträge waren, durchzogen die Tagung gleichsam als roter Faden und wurden in fünf Arbeitsgruppen mit 22 Einzelvorträgen weiter diskutiert: Migration, nationale Identität und die Rolle der Medien für die Eskalation und Deeskalation von Konflikten.

Drei Hauptvorträge wurden gehalten: Valerie Purdie-Vaughns (Yale Universität, USA) sprach über Multikulturalismus, nationale Identität und gruppenbasierte Ungleichheit in der amerikanischen Gesellschaft. Eli Avraham (Universität Haifa, Israel) referierte über die Darstellung nationaler und kultureller Minoritäten in den Massenmedien und Wassilios Baros (Dimikritos Universität, Griechenland) setzte sich in seinem Vortrag mit der Bildung und Überprüfung von Hypothesen in der Migrationsforschung auseinander.

Themen der darauf aufbauenden Arbeitsgruppen waren zum einenGruppenidentität und lntergruppenbeziehungen, Migration und Bürgerkriege
und Terrorismus. Diese drei Arbeitsgruppen liefen mit je zwei Vorträgen parallel. Zum anderen gab es die thematischen Schwerpunkte Kriegsberichterstattung und Friedensjournalismus sowie Sozialisation im Kriegund Friedenserziehung. Zu diesen wurde ebenfalls parallel in zwei Arbeitsgruppen mit je acht Vorträgen gearbeitet.

Konferenzsprachen waren Deutsch und Englisch. Die zeitliche Organisation der Arbeitsgruppen war so gestaltet, dass jederzeit ein Wechsel zwischen den parallelen Arbeitsgruppen möglich war. Von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht.

Die Veröffentlichung der Hauptvorträge und ausgewählter Vorträge aus den Arbeitsgruppen ist in zwei aufeinander folgenden Themenheften der friedenswissenschaftlichen Fachzeitschrift conflict & communication online (www.cco.regener-online.de) vorgesehen, wo sie nach Abschluss des Peer-Review-Verfahrens voraussichtlich als Band 7, Nr. 1 (April 2008) und Nr. 2 (Oktober 2008) erscheinen werden. Bis dahin bleiben die Abstracts der Tagungsbeiträge weiterhin über die Tagungswebsite (www.friedenspsychologie.regener-online.de) zugänglich.


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