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Der Länderrat zu Gast in Saarbrücken – Flair, Flammkuchen, Flipchart

Um der Vielfalt des Gremiums und seinen regionalen Besonderheiten Ausdruck zu verleihen, ist der Länderrat nun reihum zu Gast bei den einzelnen Landesgruppen.


Der erste Gastgeber, Landessprecher Raimund Metzger, begrüßte die Länderrats-Delegierten am 14. und 15. September 2007 in Saarbrücken.
Von der Auswahl des Hotels, des Tagungsraumes in der Caritasklinik Rastpfuhl bis hin zum Abendprogramm (Abendessen in einem beinahe französischen Restaurant) und dem Mittagstisch in einem beschaulichen Forstheim war den Empfehlungen des Landessprechers vor Ort Folge geleistet worden, was die Tagung zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten gemacht hat.

Die Landessprecher widmeten sich innerhalb der zweitägigen Sitzung vor allem zwei Themen: Der anstehenden Satzungsänderung, durch die v.a. auch eine berufspolitische Vertretung der DGVT-Mitglieder als Vereinszweck in die Satzung aufgenommen werden soll und einer Fortsetzung der Heilpraktikerdebatte, die bereits bei der Länderkonferenz in Tübingen heiß diskutiert wurde.

In der Heilpraktikerdebatte wurden die unterschiedlichen Standpunkte der Landespsychotherapeutenkammern im Gegensatz zur länderratsinternen Auffassung hervorgehoben. Hier kann der Länderrat nicht einer vornehmlich abgrenzenden Haltung der Psychotherapeutenkammern folgen. Zum einen hat die DGVT Mitglieder, die selbst Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) durchführen, zum anderen bietet nach Auffassung des Länderrats die Approbation einen zu klein abgesteckten Rahmen für die psychotherapeutische Tätigkeit. Die Delegierten vereinbarten eine Stellungnahme des Länderrats in der VPP. Der Entwurf soll vor Veröffentlichung in der Länderkonferenz im November erneut einer Prüfung unterzogen werden.

Mit einer Diskussion über den § 25 der Musterberufsordnung (MBO) wurde ein angestelltenspezifisches Kammerthema aufgegriffen, in dem die Regelungen zur Berufsausübung für die abhängig beschäftigten KollegInnen beschrieben sind. Damit befinden sich Angestellte automatisch in einem Spannungsfeld zwischen der Weisungsbefugnis des Arbeitgebers und der Berufsordnung. Die Psychotherapeuten werden dadurch quasi zu Dienern zweier Herren, wobei aufgrund der finanziellen Abhängigkeit dem Arbeitgeber vermutlich oft der Vorzug gegeben werden dürfte.

Weitere Themen waren die Beteiligung der Landessprecher an den Fortbildungen der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp) und die Beteiligung eines Landessprechers an der Evaluationsgruppe der neuen Ausbildungsstruktur. Unter dem Stichwort „Bericht aus den Ländern“ konnte von einer Mitgliederbefragung in Baden-Württemberg berichtet werden, über die die Landessprecherin in der Rosa Beilage zur VPP 4/2007 ausführlich berichten wird.

Beim DGVT-Kongress 2008 in Berlin werden die Kammerdelegierten der DGVT in der Veranstaltung DGVT-Kammerpolitik auf dem Prüfstand interessierten Kolleginnen und Kollegen Rede und Antwort stehen. Die Veranstaltung wird vorbereitet und moderiert von Andrea Benecke (Rheinland-Pfalz) und Jürgen Friedrich (Mecklenburg-Vorpommern) und wird am Samstag, den 1. Februar 2007 um 11.00 Uhr stattfinden. Wir erwarten spannende Diskussionen zu aktuellen Themen.

Für den Länderrat: Bernd Schäfer (Länderratssprecher), Katja Kühlmeyer (Geschäftsstelle)


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