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Versorgungsforschung


Betroffene von chronischen Erkrankungen und Behinderungen werden meist durch zahlreiche unterschiedliche Einrichtungen behandelt, deren Leistungen durch verschiedene Sozialversicherungsträger finanziert werden. Dennoch konzentrierte sich in der Vergangenheit die Forschung zumeist isoliert auf einzelne Bereiche. Um dies zu ändern, haben Bundesregierung und Sozialversicherungsträger 2006 ein neues Bündnis für die Versorgungsforschung geschlossen.
Damit stehen erstmals gezielt Fördermittel für medizinische, rehabilitative und sektorenübergreifende Fragestellungen zur Verfügung. Beteiligt sind die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Gesundheit  (BMG) sowie für Arbeit und Soziales (BMAS), die Deutsche Rentenversicherung, die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. Insgesamt stehen bis 2012 rund 21 Millionen Euro zur Verfügung. Eine solche Förderinitiative ist in Deutschland bisher einmalig. Mit ihr wird eine auf eine übergreifende Versorgung ausgerichtete Forschung etabliert. Dabei stehen mit den Schwerpunkten "Chronische Erkrankungen" und "Patientenorientierung" der Patient und die Patientin im Mittelpunkt der Forschung.

Patientenorientierung trifft auf große Resonanz

Der neue Förderschwerpunkt zur versorgungsnahen Forschung stößt auf große Resonanz. Ingesamt wurden knapp 390 Antragsskizzen zu dem vom BMBF, der Deutschen Rentenversicherung, den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen und dem Verband der privaten Krankenversicherung e.V. gemeinsam initiierten Förderschwerpunkt eingereicht. Diese außergewöhnlich hohe Zahl von Anträgen belegt das große Interesse am Thema und das enorme Innovationspotenzial, das derzeit in der Patientenorientierung sowohl in der Wissenschaft als auch in der Versorgung zu beobachten ist. Aus den zahlreichen Anträgen wurden 42 Projekte zur Förderung ausgewählt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/435.php
 Quelle: Homepage BMBF


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