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Öffentliche Bekanntmachung eines Interessenbekundungsverfahrens des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zum Thema "Modulares Präventionskonzept für Kinder aus suchtbelasteten Familien"

In Deutschland wachsen etwa 2,7 Millionen Kinder in suchtbelasteten Familien auf, d.h. etwa jedes sechste Kind.


Diese Kinder haben ein deutlich erhöhtes Risiko,  später selber eine Suchterkrankung zu entwickeln. Die verschiedenen Risiken, mit denen Kinder aus suchtbelasteten Familien konfrontiert sind, sind mittlerweile gut untersucht und dokumentiert. Basierend auf diesem Wissen sind einzelne lokale Projekte entstanden, die zum Ziel haben, diese Kinder gezielt anzusprechen und zu unterstützen.
 
Da bisher wenig wissenschaftliche Erkenntnisse bestehen, wie die betroffenen Kinder am wirkungsvollsten unterstützt werden können, sind die Vorgehensweisen sehr heterogen und die Erfahrungen kaum übertragbar. Die Übertragbarkeit wirksamer Hilfen für Kinder aus suchtbelasteten
Familien ist durch die Tatsache, dass diese in verschiedensten Bereichen, wie Familien-, Jugend- oder Suchthilfe verortet sind, besonders anspruchsvoll.

Bisher gibt es daher kein umfassendes Konzept, das die verschiedenen Rahmenbedingungen berücksichtigt und dadurch eine breite Umsetzbarkeit ermöglicht.
Darüber hinaus fehlen zur Bewertung der Wirksamkeit entsprechender Präventionsmaßnahmen bisher geeignete Indikatoren, die notwendigen Messinstrumente und gemeinsame Dokumentationsstandards.

Das Bundesministerium für Gesundheit beabsichtigt daher aufbauend auf den bisherigen lokalen und regionalen Erfahrungen die Entwicklung eines modularen Präventionskonzeptes für Kinder aus suchtbelasteten Familien und deren Evaluation in verschiedenen Settings zu fördern.

Das modulare Präventionskonzept soll für verschiedene lokale Rahmenbedingungen angepasst und genutzt werden können. Es soll darauf ausgerichtet sein, die psychische Belastung der Kinder zu reduzieren, ihre Handlungskompetenz zu erhöhen und so ein langfristiges Empowerment der Kinder zu erreichen.

Die Vorhabensbeschreibungen sollen auf dem Postweg bis zum

  1. April 2008

bei dem vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragen Projektträger vorliegen:

Projektträger im DLR
Gesundheitsforschung
z. Hd. Frau Dr. Richter/Frau Dr. Dybowski
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Telefon: 022873821-210 oder 261
e-Mail:  Katrin.Richter(at)dlr(dot)de
            Sandra.Dybowski(at)dlr(dot)de

Weitere Informationen finden Sie unter bmg.bund.de


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