< vorheriger Artikel

DAK-Gesundheitsreport 2008

Die Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK) informierte am 12. Februar 2008 in Berlin zum zehnten Mal in Folge über den Krankenstand ihrer Versicherten.


Im Gesundheitsreport 2008 wird dargestellt, welche Krankheitsarten die größte Rolle im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen spielen. Außerdem wird auf geschlechts- und alterspezifische Besonderheiten und auf regionale Unterschiede eingegangen.

Psychische Erkrankungen machen im Jahr 2007 10,2 % des Gesamtkrankenstands aus und stehen damit an 4. Stelle der wichtigsten Krankenarten. Ihr Anteil am Gesamtkrankenstand ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Während die Fallhäufigkeit in Höhe von 4,3 gegenüber 2006 leicht gestiegen ist (2006: 4,0 Erkrankungsfälle), hat sich die durchschnittliche Dauer einer Erkrankung mit aktuell 27,0 Tagen im Vergleich zu 27,3 Tagen im Vorjahr weiter abgesenkt.

Der Anteil am Gesamtkrankenstand der psychischen Störungen steigt von 3,3 % bei den 15- bis 19-jährigen kontinuierlich auf einen prozentualen Anteil von 11,9 % bei den 40- bis 44-Jährigen an. Ab dem 45. Lebensjahr nimmt die relative Bedeutung psychischer Erkrankungen (bei insgesamt steigendem Krankenstandsniveau) dann wieder ab. Ihr Anteil liegt bei den über 60-Jährigen nur noch bei 8,5 %. Möglicherweise hängt dieser Verlauf mit der vielfach in der Lebensmitte beobachteten Häufung von Krisen und Konflikten der so genannten „Midlife-Crisis“ zusammen). Konflikte um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Karriereplanung und Überlastungssymptome („Burn-out“) können zu entsprechenden Erkrankungsbildern führen.

Psychische Erkrankungen waren Schwerpunkte in den Gesundheitsreporten 2002 und 2005.
In diesem Jahr wurde als Schwerpunkt das Thema „Mann und Gesundheit“ ausgewählt und Ergebnisse zu körperlichen, psychischen und sozialen Unterschieden festgestellt. Ihr Krankenstand ist zwar etwas niedriger als bei den Frauen, aber deswegen sind sie nicht gesünder. Besonders auffällig ist dabei insbesondere der Befund hinsichtlich psychischer Erkrankungen. Im Zeitraum von 2000 bis 2007 stieg die Anzahl von krankheitsbedingten Ausfallzeiten wegen psychischer Erkrankungen bei Männern um 18,4 %, obwohl die Ausfallzeiten selbst insgesamt gesehen im gleichen Zeitraum um 10 % zurückgingen. Männer neigen eher dazu, ihre depressiven Symptome nicht wahrzunehmen. Sie zeigen diese auch anders als Frauen. Während Frauen eher passiv und traurig sind, neigen Männer zu Aggressionen, erhöhter Risikobereitschaft und Wutausbrüchen. Von drei Suizid-Fällen betreffen zwei die Männer.

Ausführliche Informationen finden Sie unter:
www.dak.de/content/filesopen/Gesundheitsreport_2008.pdf


Zurück