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Psychologische Psychotherapeutin kauft Praxis einer ärztlichen Psychotherapeutin

In der Rosa Beilage 3/07 S. 28 haben wir über das Urteil des Landessozialgerichtes Hessen berichtet, das einem Psychologischen Psychotherapeuten (PP) erlaubt hat den Kassenärztlichen Sitz eines Ärztlichen Psychotherapeuten zu übernehmen (Az.: L 4 KA 72/06).


Ein Urteil auf Landesebene könnte andere Bundesländer bzw. die KVen ebenfalls beeinflussen, einen frei werdenden Arztsitz an einen psychologischen Psychotherapeuten zu veräußern. Ende des Jahres soll die 40-Prozent-Regel auslaufen (siehe diese Rosa Beilage 1/08), die ärztliche Psychotherapeuten in der Praxisvergabe privilegiert, indem sie festschreibt, dass 40 % der KV-Sitze von Ärzten besetzt werden müssen.

Ein Mitglied der DGVT hat einen ärztlichen Psychotherapiesitz in Hessen übernommen und möchte Ihre Erfahrung kurz schildern.

„Es hat geklappt!!! Es ist ein tolles Gefühl wenn man (oder Frau) aus dem Zulassungsausschuss herauskommt und die Zulassung zugesprochen bekommen hat! Ich habe eine Zulassung und…was noch schöner ist, die ganze Recherchearbeit hat sich gelohnt, weil ich die Zulassung eines ärztlichen Psychotherapeuten bekommen habe! In der Tat wurde durch den Beschluss des LSG Hessen die Türen für eine solche Übergabe geöffnet.
Einziger Hinderungsgrund wäre gewesen, wenn sich auch ein Arzt auf diesen Sitz beworben hätte, da dieser laut KV Vorrecht auf den Sitz hätte. Das war bei mir und ist vielerorts (zum Glück) nicht der Fall. Dieser Erfolg ist ermöglicht worden durch intensive Recherchearbeit meinerseits (auf den Internetseiten der verschiedenen Verbände, in Rundbriefen, in der Rosa Beilage …), der Hilfe und den Auskünften von kompetenten Leuten (mein Dank gilt hier insbesondere Frau Kühlmeyer und Frau Burgdorf von DGVT!!!), gute Freunde, starke Nerven (mehr oder weniger) und etwas Glück. An die Kollegen, die es auch versuchen möchten: es geht, bleibt dran!
R.C.


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