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Artikel über DGVT-Preise im Ärzteblatt


Bühring, Petra
Preisverleihungen im Rahmen des DGVT-Kongresses 2008: Borderline-Netzwerk und Internettherapie PP 7, Ausgabe April 2008, Seite 150 AKTUELL

Das Darmstädter Borderline-Netzwerk e.V. ist mit dem Hauptpreis der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) ausgezeichnet worden.
Der mit 2 500 Euro dotierte Preis wurde beim 25. Jahreskongress der Fachgesellschaft in Berlin vergeben. Ausgezeichnet wurde die verbindliche Zusammenarbeit von 14 niedergelassenen Psychotherapeuten, die Patienten mit einer Borderline-Störung fast ausschließlich ambulant behandeln. Die Netzwerkarbeit besteht aus einer psychotherapeutischen Einzelbehandlung und zwei Gruppensitzungen pro Woche, ergänzt durch telefonische Krisenintervention, wenn notwendig. Das Netzwerk sei beispielhaft für die Umsetzung der Forderung „ambulant vor stationär“, und zeige, „wie gute Arbeit im Interesse der betroffenen Menschen ge-lingen kann“, sagte Prof.
Dr. Martin Bohus, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, in seiner Laudatio.

Den DGVT-Förderpreis erhielt Dr. Christine Knaevelsrud vom Be-handlungszentrum für Folteropfer in Berlin für ihre Dissertation über ein internetbasiertes Prog-ramm zur Behandlung von Patienten mit einer posttraumatischen Belas-tungsstörung. Knaevelsrud hat mehr als 100 Pa-tienten über das Internet behandelt. Prof. Dr. Anna Auckenthaler, Freie Uni-versität Berlin, verwies in ihrer Laudatio auf die Erfolge: Mit 17 Prozent liege die Abbruchquote deutlich unter der anderer Psychotherapiestudien. Die Mehrheit der Teilnehmer habe am Ende der Therapie erklärt, dass ihnen „die scheinbare Anonymität erst geholfen habe, die Psychotherapie zu wagen“. PB


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