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KBV veröffentlicht Sonderpublikation zum EBM 2009: Auf dem Weg zur echten Gebührenordnung


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine Sonderpublikation zum EBM 2009 herausgegeben. Unter dem Titel „Auf dem Weg zur echten Gebührenordnung“ widmet sich die KBV der neuen Verteilung, den RLV der Gemeinschaftspraxen und wie es bis 2012 weitergeht. „Nach fast 20 Jahren haben wir erstmals die Chance, eine Vergütung zu erhalten, die mit der Zeit dem tatsächlichen Versorgungsbedarf der Versicherten entspricht“, erklärten die Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler und Dr. Carl-Heinz Müller.

Dass die Reaktion der Ärzteschaft nicht euphorisch ausfalle, erklärt Köhler mit der Angleichung und den Streitereien zwischen den Bundesländern. Mit dem Verhandlungsergebnis hänge dies weniger zusammen. „Bislang hatten wir in 17 KVen unterschiedliche Honorarverteilungsverträge und Fallwerte. Jetzt geht es überfallartig in eine völlig neue Honorarwelt. Deshalb laufen jetzt auf vielen Ebenen Gewinner-Verlierer-Diskussionen.“

Die Honorarerhöhung sei ein großer Erfolg, auch wenn insgesamt sieben Milliarden Euro notwendig gewesen wären. „Aber das ließ sich nicht durchsetzen. Entscheidend ist doch, dass wir nun eine Ausgangsbasis haben, um die Vergütung weiterzuentwickeln“, sagte Köhler.  

Unbegründet findet er Sorgen über die Regelleistungsvolumen. „Jahrelang haben die Ärzte beklagt, die Mengensteuerung lasse es nicht zu, dass alle ihre Leistungen bezahlt würden. Und jetzt sorgen sie sich, dass sie die Regelleistungsvolumen nicht ausfüllen können. Warten wir erst einmal ab, bis die Ärzte ein, zwei Quartale damit gearbeitet haben.“

Es sei jedoch zu diskutieren, ob die Vergütung nicht wieder mehr in Richtung Einzelleistung oder ablaufbezogene Komplexe entwickelt werden könne. Für Ärzte mit stark pauschalierten Leistungen könne es schwieriger sein, die RLV auszufüllen, erklärte Köhler.

Hier kommt man zum neuen EBM 2009

Quelle Facharzt.de vom 24.11.08


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