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Bericht zur Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Beratung e.V. am 20. November 2008 in Frankfurt am Main


Dem Beratungsdachverband Deutsche Gesellschaft für Beratung e.V. (DGfB – www.dachverband-beratung.de) gehören inzwischen 29 ordentliche und 3 assoziierte Mitgliedsorganisationen aus den Feldern der Beratungspraxis, Beratungsausbildung und Hochschullehre an; die DGVT ist Gründungsmitglied und ist – vor allem über VertreterInnen aus dem Forum Beratung – aktiv an der inhaltlichen Gestaltung der Verbandsarbeit beteiligt. Auf der Mitgliederversammlung 2008 standen neben Formalia vor allem Fragen im Mittelpunkt, die sich auf die Rolle der DGfB im Zuge der weiteren Professionalisierung von Beratung und Reglementierung von Beratungsausbildungen beziehen.
Nach dem Bericht des Vorstands u.a. zur Konsolidierung der DGfB und zu den sich gut entwickelnden Vernetzungen mit Politik wurde länger überlegt, ob die DGfB die Herausgabe einer eigenen Verbandszeitschrift anstreben soll. Neben einem eigenständigen Magazin wurde beispielsweise ein „Reader’s Digest-Modell“ mit Beiträgen aus den vorhandenen Zirkularen der Mitgliedsorganisationen vorgeschlagen. Vorerst ist ein eigenes Print-Medium finanziell und eine Online-Zeitschrift personell nicht möglich. Einem Verlag eine gewisse Mindestabnahmezahl von Exemplaren zu garantieren erscheint nicht realistisch, weil die Mehrzahl der größeren Mitgliedsorgansiationen über eigene Publikationen verfügen. Ideen hierzu sind erwünscht.
Kontrovers diskutiert wurde die weitere Verwendung der Ergebnisse der DGfB-AG zu „Essentials“ für Beratungsausbildungen. Das Ergebnisdokument definiert wichtige Anforderungen für Inhalt, Form und Umfang der Ausbildungen. Strittig blieb, ob die DGfB hierzu Rahmenempfehlungen oder aber strikte Richtlinien anstrebt, die mit einer Zertifizierung verbunden werden könnten.
Die AG „Synopse“ hat eine Zusammenstellung der Ausbildungsangebote der Mitgliedsverbände erarbeitet, die auf der Verbandswebsite verfügbar ist.
Zur Frage von „Beratungskompetenzen“ arbeitet eine AG u.a. daran, allgemein und ggf. auch arbeitsfeldbezogen notwendige Kompetenzen von BeraterInnen abzustecken.
Eine neue AG formiert sich zum Thema „Informationen für Ratsuchende“; weitere Mitarbeitende sind erwünscht.
Beschlossen wurde der Arbeitstitel für die zweite DGfB-Tagung im Jahr 2010: Beratung zwischen Markt und Sozialstaatlichkeit. Debattiert werden soll, wie sich Beratung und Beratungsinstitutionen mit zunehmendem Einzug marktwirtschaftlichen Denkens konzeptionell und praktisch verändern sowie welche sozialstaatlichen Prinzipien weiterhin tragfähig sein werden.

Ursel Sickendiek (Vorstandsmitglied DGfB)


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