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Bericht der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen (Rosa Beilage zur VPP 1/2009)


Das Jahr 2009 wird als das Superwahljahr bezeichnet. Wir berichten über die Wahlen der DGVT-Landesgruppe NRW und stimmen ein in die Kammerwahlen in NRW.

Aber zunächst zum Verbandsinternen.

Am 21.11.2008 fand die regionale Mitgliederversammlung der DGVT-Landesgruppe NRW in Köln satt. Trotz widriger Wetterverhältnisse stießen wir auf reges Interesse unserer Mitglieder. Der Raum im Domforum war bis auf den letzten Platz besetzt (ein besonderer Raum mit direktem Blick auf den Kölner Dom und Weihnachtsmarkt).

Von den vorgeschlagenen Themen bewegte uns an diesem Abend besonders die psychotherapeutische Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen. Es waren einige frisch approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen (KJP) anwesend, die sich über Möglichkeiten des Berufseinstiegs informierten. Es wurde diskutiert, dass viele ältere KollegInnen, die ihre Arbeit reduzieren wollen, ein großes Interesse daran haben sollten, mit Neuapprobierten zu kooperieren. Der Wunsch kam auf, dass die DGVT entsprechende Kontakte herstellt. Große Erwartungen wurden auch daran geknüpft, sich im Rahmen der neuen 20 %-Quote für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie niederzulassen.

Fragen und Diskussionsbedarf gab es auch zum Engagement der DGVT-Landesgruppe in der Psychotherapeutenkammer. Die Beteiligung am Vorstand der Kammer über die Fraktion AS in der 1. Vergangenheit wurde beleuchtet. Erwartet wurden Anstrengungen hinsichtlich der gemeinsamen Ziele der Landesgruppe, um in einen erfolgreichen Kammerwahlkampf gehen zu können.

Im Anschluss an einen Bericht über Bestrebungen zur Veränderung der Gremienstrukturen der DGVT begrüßten die Teilnehmer die Möglichkeit, über regionale Mitgliederversammlungen (MV) und eine „Aufwertung der Landesgruppen“ einen starken Einfluss auf die Vereinspolitik gewinnen zu können.

Bei der Einladung zu dieser regionalen MV hatten wir besonders junge KollegInnen zur Teilnahme aufgefordert. Wir freuen uns, dass viele unserer Aufforderung gefolgt sind. Auch der Aufruf zur Mitarbeit war von Erfolg gekrönt. Es ist uns gelungen, bei der LandessprecherInnenwahl zwei junge Kolleginnen, Eva Bell und Irene Seiderer, zur Kandidatur zu gewinnen. Damit kann das LandessprecherInnenteam, das einstimmig gewählt wurde, die anfallende Arbeit jetzt auf fünf Personen verteilen: Eva Bell und Irene Seiderer werden sich einarbeiten und dann Aufgaben des bisherigen Teams Veronika Mähler-Dienstuhl, Jürgen Kuhlmann und Johannes Broil übernehmen.

Die Wahl, die uns am meisten beschäftigt, ist die Kammerwahl 2009. Sie findet als Briefwahl bis zum 18. Juni 2009 statt. Wir werden uns wieder an dieser Wahl beteiligen als

Liste AS – „Angestellte und Selbständige kooperieren“.

Diesmal wird unter diesem Namen eine reine DGVT-Liste antreten.

Wir werden in der nächsten Kammerversammlung wieder das „AS“ für die Angestellten spielen, dies aber in Kooperation mit den Niedergelassenen. Es geht uns nicht um eine Angestelltenpolitik gegen die Niederlassung, so wie wir sie in der letzten Zeit öfter erleben.

Wir möchten vielmehr die Niedergelassenen einladen, mit uns die psychotherapeutische Versorgungsstruktur zu verbessern im institutionellen und freiberuflichen Bereich. Dabei machen wir keinen Hehl daraus, dass wir Verbesserungspotential in der Praxis z. B. durch neue Versorgungsmodelle und für Praxiszusammenschlüsse sehen. Das Motto der Liste soll ausdrücken: „Wir spielen das AS aus für die Angestellten in Kooperation mit den Selbständigen“. Mit dem spielerischen Moment möchten wir (bei aller Ernsthaftigkeit) der Arbeit in der Kammer neue Impulse geben.

Wahlaufruf: Liste „AS Angestellte und Selbständige kooperieren“ wählen!

Bei unseren Kontakten mit Kollegen mussten wir gerade im Angestelltenbereich ein breites Desinteresse an der Kammer feststellen. Da sich die Arbeit der Kammer bisher nur wenig auf die berufliche Situation von Angestellten ausgewirkt hat, wird die Meinung vertreten, die Kammer sei sowieso nur etwas für Niedergelassene und für Angestellte nur deshalb von Belang, weil man sich die Option zur Niederlassung offen halte. Aus dieser (Fehl)Einschätzung resultiert ein Desinteresse an der Wahl. Wir rufen alle DGVT-Mitglieder auf, dafür zu werben, das Wahlrecht in Anspruch zu nehmen. Durch die Wahl unserer Liste wird der politische Wille ausgedrückt, Angestellteninteressen in die Kammer einzubringen.

Im Vorfeld werden wir in den fünf Regierungsbezirken Kandidatenlisten aufstellen, für die wir Unterstützer ansprechen wollen. DGVT-Mitglieder, die bereit sind zu kandidieren, sind aufgerufen, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Froh sind wir auch über Meldungen zur Bereitschaft, die Listen zu unterstützen. Jeder Wahlberechtigte kann nur eine Liste unterstützen. Bitte unterstützen Sie die Liste der DGVT. Der Erfolg unserer Liste hängt auch von Ihrer Wahlbeteiligung ab. Notieren Sie schon jetzt den Wahltermin:

Briefwahl in der Zeit vom 18.5. bis 18.6.09

Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Unterstützen Sie damit unsere berufspolitische Arbeit in der Kammer, in Ihrem Interesse. Am 18.6.2009 um 18 Uhr ist alles vorbei.

Jürgen Kuhlmann, Johannes Broil


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