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Honorar-Widerspruch weiterhin einlegen


Das Honorar-Urteil des Bundessozialgerichts vom 28.5.2008 liegt inzwischen schriftlich vor. Auch wenn die hohen Erwartungen, die mit ihm verknüpft worden sind, nicht gänzlich erfüllt werden konnten, kann das Urteil den Psychotherapeuten eine Sicherheit bieten, auch in Zu-kunft eine adäquate Bewertung ihrer psychotherapeutischen Leistungen zu erhalten. Insbesondere der Schutz für die probatorischen Sitzungen, deren Vergütung nicht unter 2,56 ct. gehen darf laut BSG-Urteil, kann als äußerst erfreulich bewertet werden.

Für die Quartale in 2008 empfehlen wir, weiterhin regelmäßig Widerspruch einzulegen und gleichzeitig das vorläufige Ruhen des Widerspruchsverfahrens zu beantragen. Der Widerspruch sollte sich dabei sowohl auf die genehmigungspflichtigen als auch auf die nicht-genehmigungspflichtigen Leistungen beziehen. Bis die Vorgaben des BSG durch den Bewertungsausschuss umgesetzt sind, sollte wie beschrieben verfahren werden.


Da die aktuell vom erweiterten Bewertungsausschuss getroffenen Honorarregelungen ab 2009 vermutlich den Vorgaben des BSG vom 28.5.2008 gerecht werden, wird die Erfolgsaussicht von Honorar-Widersprüchen gegen Bescheide ab 2009 eher gering ausfallen.


Ein Muster für den Widerspruchstext ist auf der DGVT-Homepage unter Fachpoli-tik/Psychotherapie/KV/Aktueller Textvorschlag für den Widerspruch veröffentlicht.


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