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Bericht der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern (Rosa Beilage zur VPP 2/2009)


Die Vorbereitungen für die 2. Sommerakademie der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp) laufen auf Hochtouren. Wer seine Anmeldung verpasst hat, sollte das schnell nachholen (Tel.: 0381–8577058), die freien Plätze schwinden. Die 2. Sommerakademie findet vom 25.-27. Juli 2009 in Graal-Müritz statt. Das Strand-Lagerfeuer am Freitagabend, zu dem sich bislang alle TeilnehmerInnen angemeldet haben, zeigt, dass sich das Konzept „Qualifizieren und Regenerieren“ bewährt. Es gibt übrigens schon einen Termin für die 3. Sommerakademie: 22.–24. Juli 2010 wieder in Rostock-Warnemünde. Bitte vormerken!

Aktuelles aus der Landeskammer: Wir haben seit der letzten Delegiertenversammlung der OPK einen Landes-DGVTler in der BPtK: Johannes Weisang wurde vom KJP-Ausschuss der OPK als Kandidat vorgeschlagen und von der Delegiertenversammlung der OPK auf einen durch die gestiegene Mitgliederzahl der OPK zustehenden zusätzlichen Sitz gewählt.

Neuregelung der Fortbildungspflicht in Krankenhäusern: Künftig gelten neue Regelungen für die Fortbildung von Fachärztinnen und Fachärzten, Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und
-psychotherapeuten, die im Krankenhaus tätig sind. Ähnlich wie im Niedergelassenenbereich müssen diese innerhalb von fünf Jahren an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen, die nach Anerkennung entsprechend dem Fortbildungszertifikat der Ärztekammern oder der Psychotherapeutenkammern mit insgesamt 250 Fortbildungspunkten bewertet wurden. Von den 250 Fortbildungspunkten müssen mindestens 150 Punkte durch fachspezifische Fortbildung erworben worden sein. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 19.3.2009 in Berlin. Die Neufassung der Fortbildungsregelungen diene der Aktualisierung der fachärztlichen und psychotherapeutischen Qualifikation und habe das Ziel, dass Patientinnen und Patienten im Krankenhaus qualitätsgesichert versorgt werden. Die Aktualisierung wurde auch aufgrund von Gesetzesänderungen erforderlich. So beruhe die Einbeziehung der Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auf den Änderungen des Sozialgesetzbuches V durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) und dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz. Der Beschluss des G-BA trat nach Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 28.4.2009 in Kraft. Diese Neuregelung gilt nicht für Reha-Kliniken.

Für niedergelassene KollegInnen: Ab dem 1. Januar 2010 ist die Online-KV-Abrechnung mit Testabrechnung für alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten verpflichtend. Zusätzlich soll es künftig einen offenen Dienst geben, der die Online-Formularbestellung und den Zugriff auf Informationen aus dem Regelwerk zu Gebührenordnungsdaten und zu Kostenträgerstammdaten ermöglicht. Das KV-SafeNet soll laut KBV auch für eine Anbindung an die im Zuge der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte geplante Telematikinfrastruktur geeignet sein. Das KV-SafeNet ist ein KV-übergreifendes Online-Netzwerk, das die Kommunikation zwischen Leistungserbringern und KVen erleichtern soll. Es verbindet die einzelnen Arztpraxen, medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser mit den Rechenzentren der KVen. Die sichere und datenschutzgerechte Anbindung der Praxis/Einrichtung erfolgt dabei entsprechend der Rahmenrichtlinie wahlweise über einen DSL- oder ISDN-Anschluss mit speziell konfigurierten Zugangsgeräten. Eine Zugangsberechtigung zum KV-SafeNet bekommen nur die von der KV freigegebenen Anwender. Der Zugang durch Unbefugte zum Netzwerk, den darin übertragenen Daten sowie den angeschlossenen PCs sei somit ausgeschlossen. Die KVen Bayern, Nordrhein und Westfalen-Lippe arbeiten bereits seit 2005 mit KV-SafeNet. Jetzt wird das System auch von den KVen in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland übernommen. Den Zugang zum KV-SafeNet kann man bei der zuständigen KV beantragen. Man braucht zudem einen KV-SafeNet Provider. Sofern alle notwendigen technischen Voraussetzungen für den Anschluss erfüllt sind, stimmt man mit dem Provider bzw. Systembetreuer die Installation und Anbindung des Zugangsgeräts ab. In der Rahmenrichtlinie sind die technischen Anforderungen an das KV-SafeNet beschrieben, die ein KV-SafeNet-Anbieter für seine sicherheitstechnische Lösung einhalten muss. Die KBV wird zukünftig dafür sorgen, dass die Rahmenrichtlinie immer an den aktuellen technischen Stand angepasst wird. Eine ISDN-Direkteinwahl, wie sie derzeit im Projekt "KV-Online" genutzt wird, ist nach dieser Richtlinie nicht KV-SafeNet-konform. Zukünftig werden bundesweit die Onlinedienste der KV’en nur noch über das KV-SafeNet angeboten werden. Für die Umstellung auf KV-SafeNet wurde eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2009 eingeräumt. Diese bundeseinheitliche Vorgabe bedeutet für die KVMV, dass die bis dato erfolgreiche Möglichkeit der ISDN-Direkteinwahl zum Stichtag 1.1.2010 endgültig abgeschaltet wird. Um den Umstieg und Einstieg der Praxen/Einrichtungen in die für die KVMV neue technische Infrastruktur des KV-SafeNet zu erleichtern, hat die Vertreterversammlung eine Förderrichtlinie beschlossen, die zeitlich befristet eine gestaffelte finanzielle Förderung des KV-SafeNet-Anschlusses ermöglicht. Demnach wird KV-SafeNetDSL bis 30.6.2009 mit 500,- €, dann bis 31.12.2009 mit 300,- € gefördert, KV-SafeNetISDN bis 30.6.2009 mit 250,- €, dann bis 31.12.2009 mit 150,- €. Maßgeblich für die Förderhöhe ist der Eingang des Vertrages zwischen Arzt/Psychotherapeut und dem Dienstanbieter bei der KVMV. Weitere Informationen zum Thema KV-SafeNet erteilt die KVMV in einer zum Download angebotenen Informationsbroschüre (www.kvmv.de).

Katrin Prante


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