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Bericht der Landesgruppe Schleswig-Holstein (Rosa Beilage zur VPP 2/2009)


Die DGVT in der Kammer

Am 20.3.2009 gab es die 18. Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein. Wie immer diente die März-Sitzung primär dem inhaltlichen und formalen Abschluss des vergangenen Geschäftsjahres. Auf Vollständigkeit der Berichterstattung möchten wir an dieser Stelle verzichten, hierzu sei auf den entsprechenden Bericht im Psychotherapeutenjournal 2/09 verwiesen. Gleichwohl wollen wir aus DGVT-Sicht auf das Geschäftsjahr 2008 zurückblicken. Es wurde maßgeblich von den DGVT-Mitgliedern im Kammervorstand mitgeprägt und so wollen wir ein paar Essentials beleuchten, die bisher für die DGVT-Politik kennzeichnend waren.

Das Geschäftsjahr 2008 war das erste Geschäftsjahr, das vollständig unter den Bedingungen einer bewussten Sparpolitik geführt wurde. Durch eine deutliche Reduktion der Entschädigungen konnten ja die Pflichtbeiträge für 2008 gesenkt werden. Darüber hinaus gab es eine Ausgabenpolitik, die darauf ausgerichtet war, die Pflichtbeiträge möglichst effizient einzusetzen, d.h. die Aufgaben der Kammer gut erledigen zu können und auf Überflüssiges zu verzichten. Am Ende des Geschäftsjahres konnte nun festgestellt werden, dass es der Kammer finanziell gut geht. Die RechnungsprüferInnen attestierten der Kammer eine solide Haushaltsführung und auch unter diesen Bedingungen konnten die Rücklagen der Kammer um weitere ca. 50.000 € erhöht werden. Schließlich wurde der Vorstand ohne Gegenstimme (bei vier Enthaltungen) für das Geschäftsjahr 2008 entlastet.

Die Senkung der Beiträge durch Reduktion der Entschädigungen war Ende 2007 in der Kammerversammlung – wie seinerzeit berichtet – heftig umstritten. Viele äußerten grundsätzliche Bedenken, fürchteten sie doch eine Entprofessionalisierung und eine Qualitätsreduktion in der Kammerarbeit. Erfreulicherweise kann festgehalten werden, dass derart grundsätzliche Vorwürfe in der letzten Kammerversammlung nicht geäußert wurden. Aus unserer Sicht wären sie auch nicht berechtigt gewesen. Die Kammer hat alle wichtigen Inhalte abgedeckt, und einen Rückgang der professionellen Aufgabenwahrnehmung dürfte kaum jemand festgestellt haben. Klar wurde in den Versammlungen auch inhaltlich kontrovers diskutiert,  bisweilen auch heftig, aber das ist auch gut so. Jedoch hat der befürchtete Untergang des psychotherapeutischen Abendlandes offensichtlich nicht stattgefunden.

Inhaltlich besonders erwähnenswert ist aus DGVT-Sicht sicher, dass es in Schleswig-Holstein nach wie vor keine Weiterbildungsordnung gibt. Trotz heftigem Gegenwind, insbesondere von der Bundeskammer bzw. dem Deutschen Psychotherapeutentag gewichtet die Kammerversammlung in Schleswig-Holstein die Risiken einer Weiterbildungsordnung auch heute noch deutlich stärker als deren Chancen.

Fazit: Man kann die Kammer schlanker machen und trotzdem gut arbeiten.

Der finanzielle Spielraum von 2008 erlaubte es für 2009 nunmehr auch eine soziale Staffelung der Pflichtbeiträge einzuführen. Damit wurde eine alte DGVT-Forderung in der Kammerversammlung sogar einstimmig verabschiedet.

Seit Anfang 2008 sind auch die PiAs Kammermitglieder, beitragsfrei. Mitbestimmung von Anfang an ist sicher beste DGVT-Tradition. Bei der aktuell laufenden Novellierung des Heilberufekammergesetzes in Schleswig-Holstein gab es zwischenzeitlich kammerseits die Initiative, dass PiAs sowohl das aktive wie auch das passive Wahlrecht erhalten sollen. Des Weiteren wurde hinsichtlich der Vorstandszusammensetzung eine gesetzliche Regelung eingebracht, die gewährleisten würde, dass zukünftige Vorstände nicht mehr ausschließlich aus niedergelassenen KollegInnen (wie in der letzten Wahlperiode), aber selbstverständlich auch nicht ausschließlich aus angestellten KollegInnen bestehen können. Was davon tatsächlich ins Gesetz aufgenommen werden wird, wissen wir noch nicht, wir werden aber sicher berichten.

Mitgliederversammlung

Wenn Sie Näheres über die DGVT in Schleswig-Holstein erfahren wollen, wenn Sie mitreden wollen oder auch nur mal reinschnuppern, dann kommen Sie doch einfach am

5. Oktober 2009

zu unserer nächsten Regionalen Mitgliederversammlung. Stattfinden wird sie in Timmendorfer Strand. Wir freuen uns über jedes neue und natürlich auch über jedes bekannte Gesicht. Persönliche Einladungen mit Uhrzeit, genauem Ort und Tagesordnung werden rechtzeitig verschickt. Anregungen können Sie aber auch im Vorfeld gerne einbringen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf (siehe LandessprecherInnen-Liste in der VPP).

Diana Will, Detlef Deutschmann, Bernd Schäfer


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