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Bericht der Landesgruppe Rheinland-Pfalz (Rosa Beilage zur VPP 1/2010)


Wie in der letzten Rosa Beilage berichtet, nahm die Novellierung des Landeskrankenhausgesetzes viel Raum in der Arbeit des Vorstands der Landespsychotherapeutenkammer ein. Nach Monaten der Vorbereitung wurde gegen Ende des vergangenen Jahres der Referentenentwurf des novellierten Landeskrankenhausgesetzes vorgestellt. Es bestätigten sich darin die vorab gehegten Hoffnungen auf eine Besserstellung der PsychotherapeutInnen in Krankenhäusern. Es würde zum ersten Mal die Gleichstellung von Psychologischen PsychotherapeutInnen/Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen und ÄrztInnen auf jeder Stufe festgeschrieben – wenn es denn so in Kraft treten sollte. So weit ist es freilich noch nicht. Bei Redaktionsschluss lief gerade die Frist für die Stellungnahmen der relevanten Gruppierungen aus. Natürlich darf man gespannt sein, wie diese auf den Entwurf reagieren. Gegebenenfalls wird der vorgeschlagene Gesetzestext noch an der einen oder anderen Stelle verändert, bevor er dann die parlamentarischen Hürden nehmen muss. Der Vorstand der Kammer und alle am Prozess Beteiligten werden sich mit Vehemenz dafür einsetzen, dass der Geist des Gesetzesentwurfs in Bezug auf die PPs/KJPs erhalten bleibt.

In der letzten Vertreterversammlung der Psychotherapeutenkammer wurden die Vorschläge der Bundespsychotherapeutenkammer zur Neugestaltung der Ausbildung diskutiert. Die große Mehrheit der Vertreter plädierte dafür, das Modell in weiteren Gesprächen zu prüfen und steht der Umgestaltung der Ausbildung (ein Beruf mit Schwerpunkt ErwachsenenpsychotherapeutIn bzw. Kinder- und Jugendlichen­psycho­thera­peutIn) positiv gegenüber. Daher wurde eine erste Veranstaltung Anfang Dezember durchgeführt, die sich zunächst an die rheinland-pfälzischen Kinder- und Jugend­lichen­psychothera­peutInnen, Vertreter der Ausbildungsinstitute und PiAs wandte. Ca. 20 KJPs fanden sich ein, um mit Peter Lehndorfer von der BPtK, Herrn Wolffs (Landessprecher des VAKJP) und Herrn Kappauf, Präsident der LPK RLP die Risiken und Chancen zu diskutieren. Frau Schwarz vom BKJ musste ihre Teilnahme leider kurzfristig absagen. Viele standen am Ende dem Modell positiv gegenüber, wobei von vielen kritisch angemerkt wurde, dass man nicht absehen kann, ob die Ausbildung mit Schwerpunkt KJP so attraktiv sein wird, dass genügend Nachwuchs den wahrscheinlich weiter zunehmenden Bedarf decken kann. Weiter wurde kritisch angemerkt, dass der gemeinsame Teil der Ausbildung zum Psychotherapeuten („Common trunk“) noch in keiner Weise spezifiziert sei und es daher schwer falle, diesen z.B. auf Realisierbarkeit hin zu beurteilen. Herr Lehndorfer wies darauf hin, dass Kommissionen eingesetzt worden seien, die diese wichtigen offenen Fragen klären sollen. Am Ende stand die Bitte, eine solche Veranstaltung zum Austausch bald wieder anzubieten, diesmal aber unbedingt gemeinsam mit den PPs, deren Ausbildung sich ja ebenfalls verändern soll.

Andrea Benecke


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