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Bericht zum Kurzworkshop im Rahmen der 8. DGVT-Praxistage für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie


 „Approbation – was nun? Psychotherapeutische Versorgung und Chancen der Niederlassung als VertragspsychotherapeutIn für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“

Die TeilnehmerInnen des Kurzworkshops befanden sich in unterschiedlichen Phasen der Psychotherapieausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, bis auf eine Ausnahme kamen sie alle vom Magdeburger Institut.

Im Workshop sollten den Teilnehmern zum einen verschiedene Berufsfelder durch etablierte Experten vorgestellt werden, zum anderen sollte die Möglichkeit zur Diskussion und zum Informationsaustausch gegeben werden. Als Experten standen aus dem Bereich der Beratungsstellen die Psychologin Frau Noack, aus dem Bereich der Niederlassung die Psychologin Frau Caspar und aus dem stationären Bereich der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie Prof. Flechtner zur Verfügung.

Als Moderator des Workshops empfand ich persönlich die Veranstaltung sehr gelungen, da den aktiven Teilnehmern genügend Raum zum Fragen stellen gegeben wurde, ohne dass Zeitdruck entstand.

Thematisch standen vor allem Fragen zur Niederlassung im Vordergrund. Hier zeigte sich Frau Caspar auf allen Ebenen als echte Expertin. Unter Berücksichtigung von lokalen Besonderheiten konnte sie sowohl aus „Funktionärssicht“ als auch aus Sicht einer Praktikerin informieren. Die Teilnehmer wurden mit der Tatsache konfrontiert, dass der Weg in die Niederlassung schwierig sein kann. Einige Teilnehmer zeigten sich diesbezüglich sehr enttäuscht, bislang seien sie hauptsächlich auf den „Versorgungsnotstand“ für Kinder und Jugendliche sensibilisiert worden und hätten daraus abgeleitet, dass es in jedem Fall einen schnellen Weg in die Niederlassung geben würde.

Aus meiner Sicht war es sehr interessant zu erfahren, wie die Experten, in Person von Prof. Flechtner und Frau Noack, die aktuellen Perspektiven für Ausbildungsteilnehmer bzw. Absolventen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapieausbildung einschätzen: Es konnte keine eindeutige Einschätzung von den Experten gegeben werden. Durch die heterogenen Ausbildungs- und Berufswege der Ausbildungsteilnehmer sei es insgesamt schwierig einzuschätzen, welcher berufliche Weg sie am Ende erwarte. Der sehr heterogene Kenntnisstand der Ausbildungsteilnehmer wurde durch Prof. Flechtner am Beispiel von Testauswertungen verdeutlicht. Auch die Teilnehmer selber räumten ein, dass innerhalb ihrer Ausbildungsjahrgänge sehr unterschiedliche Ausgangskenntnisse bei den Teilnehmern bestehen würden.

Als Moderator hoffe ich, dass die TeilnehmerInnen vom Workshop profitieren konnten. Im Namen der DGVT danke ich den Experten für die Bereitschaft, auch in kleinerer Runde die Themen geduldig zu diskutieren.

Christoph Hölting


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