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Bericht der Landesgruppe Sachsen (Rosa Beilage zur VPP 2/2010)


Neue Praxissitze für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Sachsen

Im Januar dieses Jahres gab der sächsische Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen die Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen aufgrund der Änderungen des  GKV-OrgWG bekannt. Für Sachsen bedeutete das, dass 35 Kassensitze für ausschließlich Kinder und Jugendliche behandelnde Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten neu zu besetzen sind, jeweils 12 davon in Dresden und Leipzig. Entsprechend groß war der Andrang auf die zu vergebenden Kassensitze. Für Dresden ist das Bewerbungsverfahren abgeschlossen und die Vergabe ist bereits im April erfolgt. Die Bescheide werden Anfang Mai versendet werden.

Problematisch bleibt die volle Ausschöpfung der Mindestquote aufgrund der in den Richtlinien des G-BA eingeführten stufenweise Besetzung der Kassensitze. Erst muss in ganz Sachsen die 10 %-Quote erreicht werden, um die restlichen (sehr zahlreichen!) Kassensitze besetzen zu können. „Gemäß § 47 Abs. 2 S. 4 (Bedarfsplanungsrichtlinie) bleiben Planungsbereiche innerhalb des Bezirks der KV Sachsen für die Ausschöpfung des Versorgungsanteils von 20 % solange außer Betracht, bis in den übrigen Planungsbereichen des Bezirks ein Versorgungsanteil von mindestens 10 % erreicht wird.“ So ist zwar mittelfristig eine Entspannung insbesondere in den beiden großen Städten in Sachsen zu erwarten, langfristig wird die Versorgungssituation für Kinder und Jugendliche aber angespannt bleiben.

Kathleen Uhlig


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