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Presseinformation zur Statuskonferenz „Qualitätsentwicklung“ der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) am 18. Juni 2010 in Berlin


Vielfalt in eine sichtbare Qualitätsentwicklung integrieren

Für die Akteure in der Prävention und Gesundheitsförderung ist seit langem klar, dass die Qualitätsentwicklung immer weiter an Bedeutung gewinnt. Viele Mitgliedsorganisationen der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) verfügen bereits über eigene Instrumente, Maßnahmen und Systeme der Qualitätsentwicklung.

Trotz der Fußball-WM diskutierten kürzlich auf der ersten Statuskonferenz der BVPG am 18. Juni 2010 Vertreter von 25 Mitgliedsorganisationen, darunter Sozial- und Berufsverbände sowie Landesvereinigungen für Prävention und Gesundheitsförderung, über ein gemeinsames Vorgehen der Bundesvereinigung in der Qualitätsentwicklung.

Eine vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) durchgeführte und auf dieser Konferenz vorgestellte Befragung unter den Mitgliedern der BVPG zeigte, dass die Qualitätsentwicklung in den einzelnen Organisationen schon lange eine Rolle spielt. So konnten die beiden Gesundheitswissenschaftler Prof. Michael T. Wright und Dr. Michael Noweski einen umfangreichen Katalog von Instrumenten zur Qualitätsentwicklung zusammenstellen - dieser reichte von Audits über Peer-Review-Verfahren bis hin zu Leitfäden und Handbüchern.

Unterschiede gibt es in den Vorgehensweisen der einzelnen Mitgliedsorganisationen: während die einen ihren Schwerpunkt auf die Vorgabe von Qualitätskriterien und die Entwicklung einzelner Instrumente legen, sehen die anderen ihre Aufgabe in der Sensibilisierung der eigenen Mitgliedsorganisationen und der Politik für das Thema „Qualitätsentwicklung“.

Die Vielfalt im Umgang mit dem Thema „Qualität in Prävention und Gesundheitsförderung“ begreifen die Teilnehmer der Statuskonferenz zugleich auch als Stärke der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung. So können die Mitglieder der BVPG voneinander lernen und von Erfahrungen anderer Organisationen profitieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Statuskonferenz kamen zu dem Schluss, dass die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. als Dachverband keine standardisierten Qualitätsentwicklungs-Instrumente oder -maßnahmen entwickeln sollte. Das Ziel müsse vielmehr sein, als Verband die politische Arbeit zu übernehmen und das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Qualitätsentwicklungs-Prozessen, sowohl unter den Mitgliedern als auch bei den relevanten Akteuren der Prävention und Gesundheitsförderung, zu stärken und zu einem gemeinsamen Qualitätsverständnis zu finden.

Die BVPG soll daher den Erfahrungs- und Erkenntnisaustausch der Mitglieder fördern und zu einem strukturierten Dialog beitragen, um Schnittstellen zwischen den Akteuren herbeizuführen und Lernprozesse zu initiieren.

Ein nächster konkreter Schritt in diese Richtung wird ein Online-Forum auf der Homepage der BVPG (www.bvpraevention.de) sein, das nach der Sommerpause in diesem Jahr zum Thema „Qualitätsentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung“ eingerichtet wird.


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