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Bericht der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern (Rosa Beilage zur VPP 4/2010)

Von: Rosa Beilage zur VPP 4/2010

Zuallererst möchten wir Euch zu unserer Landesgruppen-Versammlung am Mittwoch, 8. Dezember 2010, einladen. Die  Landessprecher-Wahl steht an. Zuvor gibt es einen kurzen Bericht der beiden noch amtierenden Landessprecher. Des Weiteren werden sich die DGVT-Kandidaten Johannes Weisang und Jürgen Friedrich für die zum Jahreswechsel anstehende zweite Wahl der Kammerversammlung der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK)  vorstellen. Dies verknüpfen wir wieder mit einem interessanten Vortrag unserer Rostocker Reihe (Nr. 10). Dr. Peter Sadowski aus Greifswald wird ab 20 Uhr zum Thema "Ambulante Psychotherapie mit Alkoholkranken" referieren. Dieser Vortrag dürfte sowohl für niedergelassene Psychologische Psychotherapeuten (PP) als auch für in Beratungsstellen Tätige anregend sein. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 8. Dezember, um 19 Uhr im CJD Rostock (Groß Schwaßer Weg 11, 18057 Rostock). Bitte beachtet vor Ort dann die Wegweiser zum Versammlungssaal! Wir freuen uns, wenn Ihr auch diesmal Euer Kommen per E-Mail ankündigt: mv@dgvt.de.

In Mecklenburg-Vorpommern fand eine Regionalveranstaltung der OPK statt. Am 22. September  ging es in der Uni Rostock um die Länderarbeit. Ragna Richter berichtete von ihren Komissionsteilnahmen in Schwerin.  Weiter wurde aus der Arbeit der OPK-Geschäftsstelle und des OPK-Vorstands berichtet.

Dr. Michael Köpcke, Psychologe und Referatsleiter im Ministerium für Soziales und Gesundheit, referierte zum Psychiatrie-Entwicklungsplan Mecklenburg-Vorpommern, der sektorenübergreifend sei. Im Krankenhausplan werde Psychotherapie und Psychosomatik in der Psychiatrie eingeordnet. In Mecklenburg-Vorpommern existiere ein gemeindenahes Netz von Hilfsangeboten wie Wohnstätten und Tagesunterbringungen (mindestens vier auf 10.000 Bürger). Es gebe aber nur vier Kinder- und Jugendpsychiater. Und im Erwachsenenbereich kämen auf 20.000 Bürger ein Psychiater und auf 13.500 Bürger ein Psychotherapeut. (Zum Vergleich: München hat ein Verhältnis von 1 Psychotherapeut zu 1.200 Bürgern.) Köpcke  unterstützt von daher eine neue Bedarfsplanung. Von 1991 bis 2006 sei der Anteil der über 65jährigen in Mecklenburg-Vorpommern um 65% gestiegen. Köpcke hob deshalb die Bedeutung eines Geriatrieplans hervor.

Die in Münster niedergelassene Psychiaterin Dr. Hildegard Stienen hielt einen interessanten und animierenden Vortrag über psychotherapeutische Optionen bei Psychotikern. Zum Abschluss der Veranstaltung informierte die brandenburgische Kammerdelegierte Anne Fallis über das Neueste zum Projekt „Zukunft der Ausbildung“, speziell auch für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Der 1. Ostdeutsche Psychotherapeutentag vom 25. bis 26. März 2011 steht unter dem Motto „Therapieziel Psychische Gesundheit“. Aktuelle Informationen können jederzeit auf der Homepage www.opt2011.de abgerufen werden.

Wichtige Terminsache bezüglich des Versorgungswerks: Bis zum Jahresende können sich die älteren (im Sommer 40 Jahre oder älter) sog. Gründungsmitglieder der OPK überlegen, ob sie sich mit minimal 1/10 des Regelbeitrags dort alterssichern (freiwillig maximal mit 15/10) wollen oder nicht.

Falls man im Sommer schon OPK-Mitglied, aber noch unter 40 Jahre alt gewesen war und zu seiner Versorgungswerk-Mitgliedschaft weder was gehört, gelesen oder unternommen hat, sollte man sich auf jeden Fall beim Versorgungswerk oder der OPK informieren! Denn ab Januar würden diese OPK-Mitglieder automatisch unwiderruflich Pflichtmitglied mit Pflichtbeitragssatz (derzeit 547,20 € monatlich ab 2750 € Einkommen)! Wer noch Fragen hat, kann sich an info@ptv-opk.de wenden.

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung M.-V. wählte am 25.9.2010 erneut Dr. Eckert aus Rostock zum Vorstandsvorsitzenden. Auf unseren Treffen der Interessensgemeinschaft der in Mecklenburg-Vorpommern aktiven Psychotherapeutischen Verbände hatten wir besprochen, dass Otto Rendenbach und ich (Jürgen Friedrich) für den Beratenden Fachausschuss der KV M.-V. kandidieren. Unsere diesbezüglichen Anfragen an Frau Franz als unsere alte wie neue Parlamentarierin und Herrn Bosse als den ehemaligen Ausschussvorsitzenden blieben jedoch unbeantwortet, bis es (fast) zu spät war. Frei nach dem Motto „Wenn Du keine Chance bekommen sollst, dann nutze sie!“ wandten wir uns dann direkt an den bisherigen Vorsitzenden der Vertreterversam­mlung, Dr. T. Lange. Dieser setzte uns nachträglich auf die Vorschlagsliste. Letztlich wurde Jürgen Friedrich (Rostock) dann sogar noch in den Beratenden Fachausschuss gewählt. Die weiteren nun gewählten nichtärztlichen Mitglieder sind: Dr. H. Herzer (Sanitz, KJP), Dr. H. Bernt (Sanitz), C. Bosse (Stralsund), R. Richter (Schwerin) und R. Wilker (Waren). Als Stellvertreter gewählt wurden M. Bahnsen (Greifswald), E. Schmidt (Schwerin) und M. A. Schulz (Anklam, KJP). Hoffen wir, dass es künftig mit der Information und Kooperation zwischen den Verbänden in Mecklenburg-Vorpommern besser wird!

Zum Schluss noch eine Bitte: Um die Jahreswende werden die OPK-Mitglieder die Unterlagen zur OPK-Kammerwahl zugeschickt bekommen. Das bewährte und erfolgreiche Team Johannes Weisang (KJP) und Dr. Jürgen Friedrich (PPT) will auf jeden Fall wieder für die DGVT antreten. Wir werden von der DGVT aus sicher auch noch eine Wahlwerbung rausschicken. Sowohl im Wahlkreis PPT wie auch im Wahlkreis KJP wird also ein DGVT-Kandidat antreten. Diesen bitten wir Euch mit allen Euren drei Stimmen zu wählen!

Katrin Prante und Jürgen Friedrich


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