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Medizinstudium mit Bachelor und Master kommt [1]


Ganz im Schatten des GKV-Finanzierungsgesetzes, das am 12. November den Bundestag passierte, stand eine weitere bedeutende gesundheitspolitische Entscheidung: Für das Medizinstudium wird an den Universitäten Oldenburg und Groningen () das Bachelor-Master-System eingeführt. Der Wissenschaftsrat, das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium der Republik, hat das deutsch-niederländische Gemeinschaftsprojekt abgesegnet. Die Umsetzung gilt als sicher, weil Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hinter dem Konzept steht. Weniger Zustimmung dürfte aus dem Hause Rösler und der Bundesärztekammer kommen. Vom Bundesgesundheitsminister ist bekannt, dass er Bachelor- und Master-Studiengänge in der Medizin und in der Zahnmedizin ablehnt. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, hält nichts von „Medizinschulen“: Absolventen eines drei- bis vierjährigen Bachelor-Studiums würden dem Arbeitsmarkt zwar als vergleichweise billige Mediziner zur Verfügung stehen, die Versorgungsqualität der Bürger würde aber erheblich reduziert und die Probleme in der Patientenversorgung um ein Vielfaches potenziert. Auch in Zeiten des Ärztemangels dürften keine Abstriche an dem hohen Standard der deutschen Mediziner-Ausbildung gemacht werden.



[1]Quelle: änd Ärztenachrichtendienst Verlagsgesellschaft mbH

 


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