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Bericht der Landesgruppe Bayern (Rosa Beilage zur VPP 1/2011)


Kassenärztliche Vereinigung Bayern

Die DGVT hat sich bei der Wahl zur KV-Vertreterversammlung mit der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung auf eine gemeinsame Liste geeinigt (www.psychotherapeuten-buendnis.de). Von den fünf reservierten Plätzen für Psychotherapeuten wurden drei von dieser Liste errungen: Rudi Bittner, GerdaGradl und Dr. Nikolaus Melcop. Die beiden übrigen Plätze (Ellen Bruckmayer und Peter Lehndorfer) erhielt das konkurrierende Aktionsbündnis Psychotherapie (www.aktionsbuendnis-psychotherapie.de), zu dem sich die psychoanalytischen Verbände zusammen geschlossen hatten. Während diese Wahl für uns soweit zufriedenstellend verlief, war die Wahl für die Gesamt-KV ein Desaster, wenn man bedenkt, dass die Mehrheit der Vertreterversammlung nun von Leuten eingenommen wird, denen es im Grunde um die Auflösung des Kollektivvertragssystems und damit der KV geht (siehe hierzu den Bericht zur ersten Vertreterversammlung der KVB von Rudi Merod auf S. 35 ff.). Die Wahl des beratenden Fachausschusses Psychotherapie konnte trotz aller Turbulenzen immerhin noch planmäßig, im Sinne der gewählten Psychotherapeuten, erfolgen. Hier wurde Willi Strobl zum stellvertretenden Ausschussmitglied gewählt.

Psychotherapeutenkammer

Am 17. November fand die zweite Delegiertenversammlung der Kammer statt. Neben einer Darstellung und Diskussion der vielfältigen Aktivitäten der Kammer ging es auch um eine Änderung der Fortbildungsordnung. Sie war zweckmäßig erschienen, nachdem der Kammer in einem aktuellen Gerichtsverfahren ausdrücklich das Recht zugesprochen wurde, aufgrund eigener Feststellungen über die Anerkennungsfähigkeit von Fortbildungen zu entscheiden, auch wenn sie damit im Einzelfall möglicherweise anders entscheidet als andere Kammern. Ausführlich wurde auch über die zahlreichen Bemühungen der Kammer berichtet, in den unterschiedlichsten Gremien (v.a. mehrere Runde Tische, die in Bayern derzeit recht populär sind) mitzuwirken und die fachlichen Positionen der Psychotherapeuten einzubringen (Suchtprävention, Sexueller Missbrauch, Prävention psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen u.a.). Wichtig, aber auch schwierig ist es dabei immer wieder, mit den –teilweise recht kurzlebigen und häufig wenig nachhaltigen – Initiativen aus dem bayerischen Gesundheitsministerium unter Leitung von Staatsminister Dr. Söder mitzuhalten.

Anselm Mugele, Willi Strobl, Landessprecher
Heiner Vogel, Rudi Merod, DGVT-Vorstandsmitglieder


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