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Bericht der Landesgruppe Niedersachsen (Rosa Beilage zur VPP 1/2011)


Regionale Mitgliederversammlung

Nach dem Landesgruppentreffen im September, der zweiten Kammerversammlung und dem  17. Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) jeweils im November gab es einen weiteren wichtigen Termin in Niedersachsen, und zwar die regionale Mitgliederversammlung am 18. November in Hannover.

Zum Auftakt hielt Dipl.-Psych. Dr. Jürgen Friedrich einen Vortrag zum Thema „Psychotherapeutische Fehlerkultur – Abbrecher-Interviews bei Borderline-Patienten“, der sehr gut ankam. Berichte über die Arbeit der Landesgruppe, die Kammerwahlen 2010 und den DPT folgten. Des Weiteren berichteten die Delegierten der Psychotherapeutenkammer. Ein wichtiger Tagespunkt waren die Wahlen neuer LandessprecherInnen.

Die Landesgruppe war 2010 vor allem mit der Vorbereitung der Kammerwahl beschäftigt gewesen, die für die DGVT auch sehr erfolgreich verlief. Eine wichtige Neuerung ist, dass aus der Kommission zur Nachwuchsförderung bei der letzen Kammerversammlung ein Ausschuss gebildet wurde. Um die Arbeit in diesem Ausschuss sowie auch in anderen Ausschüssen nicht an der Basis vorbei zu gestalten, wurden Wünsche, Anregungen und Vorstellungen der Anwesenden gesammelt. Die Delegierten sind sehr daran interessiert, ihre Kammerarbeit mit Unterstützung und im Sinne der Mitglieder der DGVT zu gestalten. Es liegt uns allen viel daran, eine gute Vernetzung zwischen Basis und Delegierten sowie eine Transparenz der Kammer zu gewährleisten. Wie die gemeinsame Arbeit und der Austausch mit den Mitgliedern noch verbessert und ausgestaltet werden können, ist ein wichtiges Anliegen. Für gute Ideen sind wir offen und arbeiten an der Optimierung.

Ein sehr spannendes wie auch äußerst relevantes Thema ist die Novellierung des Psychotherapeutengesetzes und damit die Reform der Ausbildung. Dieses Thema bewegte im letzten Jahr sowohl die Kammern und deren Delegierte als auch die verschiedenen Berufsverbände und auch die PiAs selbst. Die Bundespsychotherapeutenkammer hat auf das Forschungsgutachten reagiert und sich mit der Reform des Gesetzes befasst. Über unterschiedliche Arbeitsgruppen und einen Ausbildungsgipfel wurde ein Entwurf vorgelegt und angenommen.

Auf der Mitgliederversammlung stellte Klaus Ditterich die Konzepte zur Reform der Psychotherapeuten-Ausbildung vor. Die Grundidee ist, einen Beruf des Psychotherapeuten auszugestalten mit einem breiten Zugang zur Ausbildung mit dem Master als Zugangsvoraussetzung. Nach einem gemeinsamen Common Trunk soll man sich für einen Schwerpunkt entscheiden. Für beide Schwerpunkte soll es dann auch möglich sein, durch eine Zusatzqualifizierung den jeweils anderen Schwerpunkt zu erwerben. Berufsrechtlich soll es allen möglich sein, alle Altersgruppen zu behandeln. Für die bereits Approbierten bzw. für die aktuellen AusbildungsteilnehmerInnen wird es entsprechende Übergangsregelungen geben. Die genauen Zugangsvoraussetzungen sowie die genaue Ausarbeitung der Ausbildungsinhalte und Vorgaben werden weiterhin diskutiert. Die Umsetzung und Festlegung der notwendigen ECTS, die Machbarkeit für die Hochschulen etc. sind dabei noch Streitpunkte. Das Hauptanliegen bleibt aus unserer Sicht, Kosten und Dauer der Ausbildung nicht unnötig zu steigern, sondern die Bedingungen zu verbessern. Ob und inwieweit PiAs nach der neuen Regelung bezahlt werden sollen, ist definitiv noch nicht festgelegt.

Dennoch ist die Reform eine wichtige Sache, und auch wenn noch nicht alle Details stimmen, ist es erfreulich zu sehen, dass man langsam zur Tat schreitet. Weitere Informationen zur Ausbildungsreform können auf der Homepage der BPtK eingesehen werden. Die Reform löste auch in unserer Mitgliederversammlung rege Diskussion aus. Erfreulich war, dass sich daran viele junge KollegInnen beteiligten, die sich noch in der Ausbildung befinden.

Als letzter Punkt stand die Wahl eines/r neuen Landessprechers/in an. Die zweijährige Wahlperiode der Landessprecherin Susanne Schöning endete mit dieser Versammlung. Für die Neuwahlen stand sie uns als Kandidatin leider nicht mehr zur Verfügung. Als Wahlvorschlag wurde Alexandra Klich aus Göttingen genannt. Nach einer kurzen Vorstellung wurde sie einstimmig mit 19 Ja-Stimmen als Landessprecherin gewählt. Damit sind die aktuellen LandessprecherInnen in der Landesgruppe Niedersachsen Stefanie Brida, Klaus Ditterich, Susanne Ehrhorn und Alexandra Klich.

Das nächste Landesgruppentreffen wird Mitte/Ende März 2011 in Göttingen stattfinden. Über den genauen Termin und Uhrzeit wird noch per E-Mail informiert. Interessierte können sich unter Angabe ihrer E-Mail-Adresse bei unten stehendem Kontakt melden. Willkommen sind alle, die mitmischen möchten, sich informieren möchten oder einfach nur reinschnuppern wollen.

Alexandra Klich

 

 

PiA-Vertretung in Niedersachsen

Seit eineinhalb Jahren habe ich das Amt der PiA-Vertretung in Niedersachsen inne. In dieses Amt wurde ich von den VertreterInnen der Ausbildungsinstitute in Niedersachsen auf PiA-Treffen gewählt. Meine Aufgabe besteht darin, die Interessen der PiAs in Niedersachsen in der PKN sowie auf Bundesebene zu vertreten (z.B. Bundes-PiA-Konferenz). Unsere Bundes-PiA-SprecherInnen sind stark engagiert und eifrig dabei, unsere Interessen und Anliegen auf den verschiedenen Ebenen einzubringen. Diese Arbeit hat sehr viel Spaß gemacht und war für mich eine Bereicherung. Es war auch eine gute Möglichkeit wertvolle Netzwerke aufzubauen.

 

Doch für mich wird es nun Zeit, das Amt an einen Nachfolger/eine Nachfolgerin abzugeben. Dafür brauche ich PiA-Vertretungen aus den verschiedenen Ausbildungsinstituten in Niedersachsen. Auch die DGVT hat einige Ausbildungsinstitute in Niedersachsen! Es wäre also gut, wenn auch von allen Instituten VertreterInnen zum nächsten PiA-Treffen kommen würden und einen Interessenten/Interessentin für die PiA-Vertretung stellen würden.

 



Für die „Neulinge“ sei an dieser Stelle gesagt: Niemand braucht Angst oder Bedenken zu haben. Ich musste mich zwar einarbeiten, fand aber sehr gute Unterstützung bei den PiAs ande-rer Länder sowie von unserer Kammer. Und wer sich als neue PiA-Vertretung zur Wahl stellt, kann natürlich auch mit meiner Unterstützung rechnen. Lasst uns PiAs bitte nicht hängen!

Mein Fazit ist, dass sich Engagement lohnt und richtig viel Spaß machen kann. Und eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass wir uns in erster Linie selbst für unsere Belange einsetzen müssen. Aber dann erhalten wir auch die nötige Unterstützung. Der Kammer-Ausschuss zur Nachwuchsförderung wird uns auch hilfreich zur Seite stehen und ist umgekehrt auch auf unse-re Mitarbeit angewiesen. Schließlich wollen wir mitgestalten und nicht „verwaltet“ werden. Das Amt der PiA-Vertretung ist dafür eine hervorragende Möglichkeit. Für weitere Informati-onen bzw. Anliegen können Sie sich gerne an mich wenden.



Alexandra Klich

 

 


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