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Bericht der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen (Rosa Beilage zur VPP 3/2011)


Tipps für BetreuerInnen von Arbeitslosen

(ab). Die psychische Gesundheit ist der Bereich, in dem Arbeitslose und Beschäftigte in unsicheren Arbeitsverhältnissen die größten Defizite aufweisen. Aus der Erwerbslosigkeit bzw. der prekären Situation resultieren Ärger, Frustration, depressive Stimmungen, Stress und Angst. Für BeraterInnen und BetreuerInnen dieser Klientel steht nun ein Ratgeber zur Verfügung: Der „Regionale Knoten Nordrhein-Westfalen“ hat das Handbuch „Psychische Gesundheit bei Erwerbslosen“ herausgegeben, das viele Tipps und Informationen für die Alltagspraxis enthält. Eine weitere Publikation befasst sich mit „Gesundheitsförderung in der Zeitarbeit“. Herausgeber ist die LIGA.NRW, das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit.

„Regionale Knoten“ sind Kontakt- und Koordinationsstellen für Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten auf Landesebene. Die Arbeit wird in den jeweiligen Bundesländern finanziert, in der Regel paritätisch vom Gesundheitsministerium und den gesetzlichen Krankenkassen. Zusätzlich werden die „Regionalen Knoten“ von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterstützt, die wiederum beim Bundesgesundheitsministerium angesiedelt ist.

Erwerbslos zu sein, das belastet und kann krank machen. Der Leitfaden „Psychische Gesundheit bei Erwerbslosen“ zeigt auf, warum Gesundheitsförderung für erwerbslose Menschen grundsätzlich wichtig ist und gibt praxisnahe und detaillierte Hinweise, wie sich die seelische Gesundheit von Erwerbslosen konkret verbessern lässt. Dabei werden verschiedene Settings und Handlungsfelder betrachtet - wie etwa die Arbeitsagentur, der Qualifizierungsträger oder das persönliche Umfeld.

Zeitarbeitskräfte haben mit ähnlichen gesundheitlichen Problemen und Belastungen wie Erwerbslose zu kämpfen. Der zweite neue Leitfaden „Gesundheitsförderung in der Zeitarbeit“ zeigt Zusammenhänge auf, veranschaulicht den Nutzen von Gesundheitsförderung und gibt Hilfen für die praktische Arbeit. Dabei stehen neben dem Zeitarbeitsunternehmen und dem Entleihunternehmen auch die Arbeitsvermittlung und Beschäftigungsförderung sowie die Kommune als Handlungsräume für die Gesundheitsförderung von Zeitarbeitskräften im Fokus.

Weitere Informationen:
Download auf  www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/regionale-knoten/nordrhein-westfalen

Mitgliederversammlung

Die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen lädt am Mittwoch, 19. Oktober, um 19 Uhr zu einer Mitgliederversammlung ein. Tagungsort ist das DGVT-Ausbildungszentrum in Dortmund, Chemnitzer Straße 38.

Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:

  1. Rechenschaftsberichte über die vergangenen zwei Jahre
    Bericht aus der DGVT, Bericht aus der Psychotherapeutenkammer
  2. Wahl der LandessprecherInnen
  3. Umstrukturierung der DGVT:
    Diskussion
  4. Förderung angestellter verhaltenstherapeutischer Tätigkeit: Austausch über entsprechende Möglichkeiten

Eva Bell, Johannes Broil, Jürgen Kuhlmann, Irene Seiderer


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