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Bericht der Landesgruppe Schleswig-Holstein (Rosa Beilage zur VPP 4/2011)


Kammerwahl 2011:

Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht!

Im Sommer wurde in Schleswig-Holstein die dritte Kammerversammlung gewählt. Wie berichtet, errang unser Wahlbündnis Kam On von den 18 Kammerversammlungssitzen wieder die Hälfte, ein erfreuliches Ergebnis, das uns alle mit großer Freude und Stolz erfüllt. Da das konkurrierende Wahlbündnis, „Kammerpolitik nach vorne!“, bestehend aus KandidatInnen der DPtV u.a., ebenfalls auf neun Sitze kam, hatten wir eine  Pattsituation.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse wurden deshalb alle Gewählten durch Juliane Dürkop als amtierender Präsidentin zu Sondierungsgesprächen eingeladen. Die Delegierten des Wahlbündnisses Kam On wollten in Anerkennung des Wahlergebnisses den Vorstand, wie auch schon vor vier Jahren, gemeinsam mit den Delegierten des anderen Wahlbündnisses besetzen. In den Sondierungsgesprächen sollten dazu inhaltliche und personelle Vorabsprachen getroffen werden. Leider machte die andere Seite, von der nur zwei gewählte Vertreter überhaupt der Einladung zu den Sondierungsgesprächen gefolgt waren, unmissverständlich deutlich, dass sie nach Absprachen innerhalb ihres Wahlbündnisses definitiv nicht bereit seien, sich personell am neu zu wählenden Vorstand zu beteiligen.

Als damit klar war, dass es keinen gemeinsamen Vorstand geben können würde, tat sich ein weiteres Problem für die konstituierende Kammerversammlungssitzung auf. Da aus dem Wahlbündnis Kam On kein/e KJP-Vertreter/in in die Kammerversammlung gewählt war, hätte die Wahl des Vorstandes daran scheitern können, dass der Platz des Delegierten für den Bereich der KJP leer geblieben wäre. Ein Umstand, den wir auf keinen Fall hinnehmen wollten. Nach Recherche in der Satzung der PKSH stellte sich heraus, dass sich jedes Kammermitglied in den Vorstand wählen lassen konnte, auch unabhängig von der Wahl in die Kammerversammlung. Dieser Umstand eröffnete nunmehr die Lösung. Nach kurzem Zögern erklärte sich Diana Will bereit, zu kandidieren, falls sich wirklich keiner der gewählten KJP-Vertreter zur Verfügung stellen würde.

Erwartungsgemäß verlief die konstituierende Sitzung der Kammerversammlung der PKSH dann auch eher unspektakulär. Da das Bündnis „Kammerpolitik nach vorne!“ auch auf explizite Nachfrage keine KandidatInnen benannte, wurde Juliane Dürkop als Präsidentin der Kammer bestätigt. Auch Bernd Schäfer (Vizepräsident), Detlef Deutschmann und Klaus Thomsen (Vorstandsmitglieder) haben wieder ihre Ämter inne. Neu dazu kam Diana Will, die sich besonders um die Belange der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie kümmern wird. Aus DGVT-Sicht erfreulich ist, wir damit mit drei Personen dem Vorstand angehören.

Als DPT-Delegierte wurden folgende Personen gewählt: Detlef Deutschmann, Juliane Dürkop, Bernhard Schäfer, Ute Theissing und Diana Will sowie als Ersatzmitglieder Dorothee Katz, Dr. Dietmar Ohm und Klaus Thomsen. Damit ist nun der Vorstand, genau wie die Liste der DPT-Delegierten, für die neue Wahlperiode bestimmt und wir freuen uns alle auf eine möglichst erfolgreiche und interessante Zusammenarbeit in den nächsten vier Jahren.

Abschließend bleibt nun noch ein wenig Raum, der Verwunderung Ausdruck zu verleihen, was eigentlich die Mitglieder des konkurrierenden Wahlbündnisses mit ihrer Verweigerung bezweckten. Immerhin erhielten sie, wie wir auch, ungefähr die Hälfte der Stimmen der Kolleginnen und Kollegen im Land, verbunden mit dem Auftrag, verantwortungsbewusst und engagiert die Interessen, Wünsche und Anliegen ihrer Wähler in der Kammer zu vertreten. Als gewähltes Kammerversammlungsmitglied dann die Übernahme der übertragenen Verantwortung kompromisslos abzulehnen, zeugt nach unserer Auffassung nicht gerade von Pflichtbewusstsein und Respekt vor dem Wählervotum.

Wie dem auch sei, es ist uns dennoch gelungen, einen handlungs-, entscheidungs- und arbeitsfähigen Vorstand zusammen zu stellen, der inzwischen mit großem Engagement in die dritte Amtsperiode der PKSH gestartet ist. Auf der letzten Kammerversammlung in 2011 am 4.11. wurde der vom Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Finanzausschuss eingebrachte Haushaltentwurf 2012, der die Haushaltspolitik der letzten Jahre mit minimalen Veränderungen fortschreibt, verabschiedet. Die Kammerbeiträge bleiben damit 2012 ebenfalls unverändert. Der Vorstand kämpft darüber hinaus gemeinsam mit der BPtK und den übrigen Landespsychotherapeutenkammern für eine Modifikation des Entwurfes des Versorgungsstrukturgesetzes, das in seiner jetzigen Fassung schlimmstenfalls zum Abbau von ca. 30% der Kassensitze führen könnte, statt zu einer Verbesserung der Versorgung psychisch kranker Menschen.

Mitgliederversammlung

Wenn Sie mehr von unserer Arbeit in Schleswig-Holstein erfahren wollen, oder sich auch gerne selbst beteiligen mögen, kommen Sie doch gerne am Donnerstag, 24.11.2011, um 19.00 Uhr in die Feldstraße 92 in Kiel zur nächsten Mitgliederversammlung oder melden Sie sich einfach einmal bei uns.

Diana Will, Detlef Deutschmann,
Bernd Schäfer

LandessprecherInnen Schleswig-Holstein


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