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Honorarbescheide: Widerspruch weiterhin empfehlenswert

Von: Rosa Beilage zur VPP 1/2012

(kb). Wir empfehlen unseren Mitgliedern weiterhin, regelmäßig Widerspruch gegen die Honorarbescheide einzulegen. Dies betrifft auch die noch ausstehenden Bescheide in 2011.  Die Empfehlung gilt, solange die Vergütung der Leistungen der Psychotherapeuten nicht wenigstens dem sog. kalkulatorischen Arztlohn gemäß EBM entspricht.

Die Praxiskosten einer voll ausgelasteten psychotherapeutischen Praxis sind gestiegen. Die Praxiskosten bilden die Berechnungsgrundlage für die Honorierung der genehmigungspflichtigen Leistungen. Da sich diese Steigerung der Praxiskosten bislang nicht in einer höheren Vergütung abbildet, sollte Widerspruch eingelegt werden.

Zudem fanden auch die zum Vergleich heranzuziehenden Honorarsteigerungen bei anderen Facharztgruppen (diese sind z. T. beträchtlich) keinen Niederschlag in der Vergütung der Psychotherapeuten.

Sie dokumentieren mit Ihrem Honorarwiderspruch, dass das Gebot der Honorargerechtigkeit (Rechtsprechung des Bundessozialgerichts) noch durch einen entsprechenden Beschluss des Bewertungsausschusses umgesetzt werden muss. Psychotherapeuten können derzeit bei maximaler Praxis-Auslastung einen Überschuss von ca. 85.000 Euro erzielen, der dem EBM zugrunde liegende kalkulatorische Arztlohn liegt bei etwa 105.000 Euro.

Mit einem schriftlichen Honorarwiderspruch innerhalb der jeweils einmonatigen Widerspruchsfrist sichern Sie sich einen eventuellen Nachvergütungsanspruch.


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