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Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments billigt Gesundheitsprogramm ab 2014


Der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments hat das Programm "Gesundheit für Wachstum" mit einem Volumen von 446 Mio. Euro für den Zeitraum 2014– 2020 gebilligt.

Das dritte mehrjährige EU-Aktionsprogramm im Bereich der Gesundheit muss nach den Abgeordneten den sozialen und ökonomischen Herausforderungen durch die alternde Bevölkerung und den Anstieg der chronischen Krankheiten begegnen. Durch das Programm soll die Gesundheitspolitik auf nationaler Ebene unterstützt werden, damit die körperliche und geistige Gesundheit der Bevölkerung verbessert wer-den kann. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Prävention.

Das Parlament hebt in diesem Rahmen hervor, dass eine Steigerung der Anzahl der gesunden Lebensjahre die älteren Menschen in der Bevölkerung in die Lage versetzten kann, soweit sie wollen, länger zu arbeiten.

Einen weiteren Schwerpunkt legen die Parlamentarier darauf, dass alle EU-Bürger gleichwertigen Zugang zu medizinischen Dienstleistungen erhalten sollen und so Qualitätsunterschiede in der medizinischen Versorgung abgebaut werden sollen.

Die Mittel in Höhe von über 60 Mio. Euro pro Jahr können von förderfähigen Einrichtungen abgerufen werden. Dies sind nationale Behörden, öffentliche und private Einrichtungen, internationale Organisati-onen und nichtstaatliche Organisationen. Ziel ist es, den Fokus auf die wichtigsten Bereiche zu legen, in denen die Europäische Union Maßnahmen ergreifen kann, die einen echten Mehrwert im Gesundheits-wesen erbringen. Die Verfahren und der Zugang zu diesen Mitteln müssen so einfach wie möglich gehalten sein, damit die Mitgliedstaaten und die Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen sie so gut wie möglich nutzen können.

Das Programm ist Teil der Strategie Europa 2020 und soll Innovationen im Gesundheitswesen fördern und ihre Nachhaltigkeit sicherstellen, wobei das Wohlergehen der europäischen Bürger verbessert wird.

Nach der Europäischen Kommission ist EU-weit einer von 10 Beschäftigten im Gesundheitssektor tätig. Der Gesundheitssektor ist einer der größten in der EU und macht 10% des BIP der EU aus. Forschung und Entwicklung im Gesundheitsbereich machen ein Potenzial von 0,3 % des BIP der EU aus.

Das Budget von 446 Millionen Euro wird bestätigt, wenn der Mehrjährige Finanzrahmen der EU für 2014 – 2020 beschlossen wird. Der Berichtsentwurf wurde einstimmig angenommen, der weitere Zeitplan für das Votum des Plenums hängt entsprechend von den laufenden Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2014 – 2020 ab.

Weitere Informationen:

http://www.europarl.europa.eu

 

Quelle:EUFIS Newsletter vom Juni 2012


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