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Männergesundheitsportal online Hohe Qualitätsstandards angestrebt


Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat im Februar 2012 das Männergesundheitsportal (www.maennergesundheitsportal.de) der Öffentlichkeit vorgestellt. Über das Portal werden aktuelle und qualitätsgesicherte männerspezifische Gesundheitsinformationen bereitgestellt. Das Männergesundheitsportal geht unter anderem zurück auf die Ergebnisse und Impulse des im Oktober 2009 in der BZgA durchgeführten Fachforums zur Männergesundheit und wird darauf aufbauend von einem interdisziplinär zusammengesetzten Redaktionsteam betreut. Die Umsetzung wird durch einen Arbeitskreis „Männergesundheit“ begleitet, der sich aus den Bereichen Sportwissenschaft, Gesundheitsförderung, Psychologie, Urologie/Andrologie und Erziehungswissenschaften, zusammensetzt.

Die Informationen des Männergesundheitsportals sollen hohen Qualitätsstandards genügen. Das Qualitätssicherungsverfahren basiert auf nationalen und internationalen Standards und Richtlinien für Gesundheitsinformationen via Internet. Die Gestaltung und der Aufbau der Gesundheitsinformationen innerhalb des Portals orientieren sich an männlichen Kommunikations- und Rezeptionsgewohnheiten. Ein Schwerpunkt liegt auf kurzen Informationsbeiträgen mit Visualisierungselementen und schneller Erreichbarkeit weitergehender Informationsmöglichkeiten. Es wird, anders als in zahlreichen Internet-Auftritten zu Männergesundheitsthemen weder mit zugeschriebenen Risikoverhaltensweisen noch mit produktorientierten Werbestrategien gearbeitet.

Inhaltliche Schwerpunkte und Weiterentwicklung

Das Männergesundheitsportal konzentriert sich zunächst auf die Felder Psychische Gesundheit, Bewegung und Sport, Ernährung, Früherkennung sowie Suchtprävention und wird sukzessive ausgebaut. Übergeordnete, zentrale Themen wie z. B. Behinderung, Migration, Soziale Benachteiligung sind als Querschnittsthemen in allen Inhalten präsent. Bereits seit Dezember 2009 wird das Portal von einem Newsletter Männergesundheit begleitet, der vierteljährlich verschickt wird. Die BZgA informiert darin regelmäßig über Aktuelles im Themenfeld, Daten, Tagungen, neue Projekte und Publikationen. Im Portal steht ein Archiv mit den bislang versandten Newslettern zur Verfügung.

Die Freischaltung des Männergesundheitsportals ist ein wichtiger Schritt, um Transparenz über das im Feld vorhandene Wissen herzustellen und das Thema Männergesundheit sowohl für Forschung und Politik als auch für interessierte Bürgerinnen und Bürgern noch besser nutzbar zu machen.

Das an der wissenschaftlichen Begleitung des Portals beteiligte Robert Koch-Institut erarbeitet derzeit einen „Bericht zur gesundheitlichen Lage der Männer in Deutschland“, der voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2012 veröffentlicht wird. Auch darin werden die Themen Prävention, körperliche Bewegung und psychische Krankheiten, aber auch die Arbeitswelt sowie die Frage, inwieweit Männer mit den bestehenden Angeboten der gesundheitlichen Versorgung erreicht werden, eine wichtige Rolle spielen.

Quelle: impu!se, Ausgabe 74, 1. Quartal März 2012

 


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