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G-BA: Zulassungssperre für bislang „unbeplante“ Fachgruppen


(kb) Im Vorfeld seiner Arbeiten an einer neuen Bedarfsplanungs-Richtlinie, die für 2013 vorgesehen ist, hat der G-BA am 6. September 2012 eine zeitlich befristete Zulassungssperre für neun bislang noch nicht von der Bedarfsplanung betroffene (sog. „unbeplante“) Arztgruppen beschlossen. Sie bleibt bis zum 1. Januar 2013 in Kraft und gilt für Kinder- und Jugendpsychiater, Physikalische und Rehabilitations-Mediziner, Nuklearmediziner, Strahlentherapeuten, Neurochirurgen, Humangenetiker, Laborärzte und Pathologen sowie Transfusionsmediziner.

Die Zulassungssperre hat aufschiebenden Charakter („Moratorium“) und soll verhindern, dass kurzfristig alle zulassungswilligen Ärztinnen und Ärzte der genannten Fachgruppen durch die Landesausschüsse zugelassen werden müssen, ohne dass auf eine dadurch möglicherweise künftig entstehende regionale Überversorgung Rücksicht genommen werden kann. Die genannten Arztgruppen werden ab 1. Januar 2013 erstmals in die Bedarfsplanung einbezogen. Eine Umsetzung auf der Landesebene soll bis zum 15. Februar 2013 erfolgen, so dass voraussichtlich ab dann wieder Zulassungsentscheidungen für die betroffenen Fachgruppen getroffen werden können.

G-BA-Beschluss und Pressemitteilung vom 6.12.2012, www.g-ba.de.


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