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Autismus-Leitlinie in der Entwicklung

Die Steuerungsgruppe der S3 Leitlinie Autismus Spektrum Störungen hat noch viel zu tun - eine Zwischenbilanz.


Die Steuerungsgruppe der S3 Leitlinie Autismus Spektrum Störungen hat sich zwischenzeitlich mehrfach getroffen. Dabei konnten die Schlüsselfragen auf einen bearbeitbaren Umfang reduziert werden. Im Rahmen der nächsten Sitzung sollen sie dann in ihrer endgültigen Form beschlossen werden, so dass dann die inhaltliche Arbeit voranschreiten kann.

Die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe wurde zudem mittlerweile um VertreterInnen des Bundesverbandes "Autismus Deutschland e. V." und „Aspies e. V. Menschen im Autismus–Spektrum“ erweitert, um bei der Entwicklung der Leitlinie die Sichtweisen von Betroffenen und Angehörigen berücksichtigen zu können.

Als Orientierungshilfen dienen bei der Arbeit die bereits vorhandenen Autismus-Leitlinien SIGN (Scottish Intercollegiate Guideline Network), die NICE Guidelines autism children und die NICE Guidelines autism adults.

Als etwas problematisch erwies sich bereits der Umstand, dass bezüglich der bislang vorhandenen Diagnose-Instrumente verschiedene Studien vorliegen, die die Sensitivität als auch die Spezifität der einzelnen Verfahren als eher schlecht bewerten. Hinzu kommt, dass viele Studien, die sich mit der Diagnostik von Autismus beschäftigen, oft nur sehr kleine Fallzahlen berücksichtigen. Einerseits wird es dadurch erschwert, Empfehlungen bezüglich eines "Gold-Standards" zur Diagnostik zu geben, andererseits reduziert sich dabei auch die Anzahl der in der Leitlinie verwendbaren Studien.

Es gibt also noch viel zu tun. Das nächste Treffen der Steuerungsgruppe ist für den Sommer vorgesehen.

Diana Will

Die Autorin ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Vorstandsmitglied der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein. Für die DGVT arbeitet sie an der Entwicklung der Leitlinie „Autismus-Spektrum-Störungen“ mit.


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